• 10.08.2007, 11:50:48
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Kirchgatterer: Umsatzeinbrüche bei Trafiken geben der Plattform "Rettet die Trafik" recht

Wien (SK) - "Die Untätigkeit und Ignoranz des zuständigen
Finanzministers Molterer bescheren den Trafiken derzeit große
Existenzsorgen. Bereits jetzt müssen die Trafiken in Kärnten und in
der Steiermark Umsatzeinbußen bis zu 50 Prozent hinnehmen, nachdem
nun die Einfuhr von billigeren Zigaretten aus Slowenien stangenweise
möglich wurde", kritisierte SPÖ-Abgeordneter Franz Kirchgatterer,
Gründer der unabhängigen Plattform "Rettet die Trafik". Wenn der
Finanzminister nicht auf die Forderungen der Plattform "Rettet die
Trafik" eingehe, wird dies ab kommenden bzw. übernächsten Jahr, wenn
die "25-Zigaretten-Verordnung" ausläuft, auch in Ober- und
Niederösterreich, Wien und Burgenland der Fall sein. ****

Es gehe hierbei auch um die beruflich Existenz von Beeinträchtigten
mit einem Behinderungsgrad von über 50 Prozent, die in ihren Trafiken
ihren Lebensunterhalt verdienen und sonst kaum die Möglichkeit haben,
einen Arbeitsplatz zu erhalten. Sie machen einen Großteil der
TrafikenbetreiberInnen aus, machte Kirchgatterer aufmerksam. "Der
Wegfall der '25-Stück-Verordnung' zu Slowenien ist daher
zurückzunehmen und auch das mögliche Auslaufen der
Einfuhrbeschränkungen von Ungarn, Tschechien und der Slowakei",
fordert Kirchgatterer im Namen der Plattform.

Es gebe eine Reihe von Möglichkeiten, den österreichischen Trafiken
das Überleben zu ermöglichen. 360 Millionen Euro mache die
Tabaksteuer bisher jährlich aus. "Kann der Finanzminister einfach
ohne Weiteres auf 120 bis 160 Millionen Euro verzichten und hunderte
TrafikantInnen, die als Selbständige keinen Anspruch auf
Arbeitslosenunterstützung haben, ins Aus stürzen?", fragte der
SPÖ-Abgeordnete. Bereits im März hat er in einer parlamentarischen
Anfrage Minister Molterer auf diese Problematik hingewiesen. Die
Antwort von Molterer, es würde zu keinen Umsatz- und Steuerausfällen
kommen, hat sich in Kärnten und in der Steiermark seit dem Fall der
25-Stück-Regelung Ende Juli als völlig falsch erwiesen. Seither seien
Umsatzeinbußen von bis zu 50 Prozent zu verzeichnen. Die Plattform
"Rettet die Trafik" habe enorme Zustimmung erfahren. "Es ist nun
bereits '5 Minuten vor 12' - auch für Minister Molterer", schloss
Kirchgatterer. (Schluss) js/mm

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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