• 09.08.2007, 20:29:13
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Neues Volksblatt: "Signale" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 10. August 2007

Linz (OTS) - Selbst aus der SPÖ war der Applaus endenwollend, den
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer für die Wahl von Andreas Wabl zu
seinem Klimaschutzbeauftragten erntete. Tatsächlich ist die
Bestellung Wabls ein seltsames Signal - und das in mehrfacher
Hinsicht.
Erstens, und diese Frage werden sich wohl viele in der SPÖ stellen:
Wenn der Kanzler schon einen Berater in Fragen des Klimaschutzes
braucht, muss es dann ausgerechnet ein grüner Alt-Mandatar sein? Hat
die SPÖ keine kompetenten Personalreserven?
Zweitens: Selbst wenn man Gusenbauer unterstellt, dass er - salopp
gesagt - mit Wabl die Grünen ein wenig anbaggern will, ist das kein
besonderer Schachzug. Denn dafür ist Wabl schon zu lange aus der
Politik weg, als dass er mit den heutigen Grünen überhaupt noch in
Verbindung gebracht würde.
Drittens: In Erinnerung ist Wabl eher als Provokateur
(Hakenkreuzfahne im Parlament, Zeigen des Stinkefingers) denn als
profilierter Umweltpolitiker.
Letztlich hat Gusenbauer den sensiblen Bereich Klimaschutz einfach
delegiert. Und das ist das entscheidende Signal: Schaut her, diese
Arbeit tue ich mir nicht an.

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