- 09.07.2007, 13:00:14
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Bäcker wehren sich gegen Falschmeldungen
Hofmann: "Wir zahlen keine Hungerlöhne" - Kein erwachsener Arbeiter im Bäckergewerbe verdient weniger als 1.100 Euro
Wien (PWK509) - In der laufenden Mindestlohndiskussion werden die
Bäcker plakativ als "Wenigverdiener mit Löhnen unter 900 Euro"
dargestellt. "Das ist eine absolut verfälschte Darstellung. Die
Realität schaut ganz anders aus", so Heinz Hofmann,
Bundesinnungsmeister der Bäcker.
Ein Mischer/Ofenarbeiter, der die "klassische" Bäckerarbeit
verrichtet, erhält einen kollektivvertraglichen Monatslohn von
1.577,50 Euro bzw. einen Jahreslohn von 22.085 Euro. Zudem haben
Zuschläge für Nachtarbeit für Bäckerarbeiter und Bäckerarbeiterinnen
eine große Bedeutung. Von 20.00 bis 4.00 Uhr beträgt der Zuschlag 75
Prozent des Lohnes und von 4.00 bis 6.00 Uhr 50 Prozent des Lohnes.
Geht man zum Beispiel von einem Mischer aus, der im Monat 5
Überstundenzuschläge, 50 Nachtstundenzuschläge und 52
Frühstundenzuschläge monatlich erhält, kommt man auf einen Bruttolohn
von 2.248,18 Euro monatlich.
Lediglich die Einstiegskategorie für Jugendliche unter 18 Jahren
im Arbeiterbereich liegt mit 979,50 knapp unter der
1.000-Euro-Grenze. Dabei sind Zuschläge noch gar nicht
berücksichtigt.
"Kein erwachsener Arbeiter im Bäckergewerbe verdient weniger als
1.100 Euro monatlich, wobei hier Zuschläge noch gar nicht
berücksichtigt sind. Daher wehren wir uns entschieden gegen solche
Falschmeldungen", so Hofmann.
Auch bei den Angestellten liegen die Gehälter nur in der
Einstiegskategorie für "angestellte Hilfskräfte" unter 1.000 Euro.
Diese Angestelltenkategorie kommt in der Praxis kaum zur Anwendung.
"Wir Bäcker können nicht nur einen abwechslungsreichen Beruf, sondern
auch eine gute und faire Entlohnung anbieten", betont der
Bundesinnungsmeister. (hp)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Bundesinnung der Bäcker Mag. Susanne Anderwald Tel.: (++43) 0590 900-3190 Fax: (++43) 01 504 36 13 mailto:[email protected] http://www.baecker.at
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