- 19.06.2007, 13:21:14
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Bulfon: Martyrium für Katzen und Hunde muss ein Ende haben
EU-weites Ein- und Ausfuhrverbot für Katzen- und Hundefelle in Sicht
Wien (SK) - In seiner heutigen Abstimmung forderte das Europäische
Parlament ein komplettes Verbot für das Inverkehrbringen, sowie die
Ein- und Ausfuhr von Katzen- und Hundefellen. "Die große Anzahl von
Petitionen, die Verbraucher und Bürger zu diesem Thema eingebracht
haben, hat gezeigt, dass dieses Problem unter den Nägeln brennt.
Diesem grausamen Martyrium, bei dem Katzen und Hunden das Fell
oftmals bei lebendigem Leibe abgezogen wird, muss ein Ende haben",
fordert der SPÖ-Europaabgerodnete Wolfgang Bulfon. ****
"Viele Bürger waren sich nicht bewusst, dass sie Produkte, die aus
Katzen- und Hundefellen hergestellt wurden, benützt haben. Um einen
"Etikettenschwindel" zu verhindern, darf es zu keiner wie auch immer
gearteten Einfuhr von diesen Fellen in die EU kommen. Nur damit kann
gesichert werden, dass Katzen und Hunden in absehbarer Zeit nicht
mehr wortwörtlich das Fell über die Ohren gezogen wird", betont
Bulfon.
Der Vorschlag der Kommission hatte Ausnahmen für Felle vorgesehen,
wenn sie von Tieren stammen, die zur Fleischgewinnung verwendet
wurden. "Abgesehen davon, dass diese Regelung ethisch nicht
vertretbar wäre, würden dadurch auch eine Reihe von Schlupflöchern
geschaffen, die ein Verbot der Einfuhr ad absurdum führen", so
Bulfon. "Durch die mit dem EU-Rat erzielte Einigung kann die
Verordnung bereits ab dem 31. Dezember 2008 in Kraft treten. Nachdem
die EU und die USA seit jeher die einzigen Abnehmer solcher Produkte
waren und die USA bereits seit 2002 ein Einfuhrverbot für die Felle
durchgesetzt hat, wird der Markt nach der Umsetzung innerhalb der EU
größtenteils erschöpft sein", zeigt sich der SPÖ-Europaabgeordnete
erfreut.
Obwohl es bereits in einzelnen Mitgliedstaaten Gesetze gibt, die ein
Inverkehrbringen von Katzen- und Hundefellen verbieten und sich auch
die Pelzhändler einem freiwilligen Verhaltenskodex unterzogen haben,
war eine europäische Gesetzgebung notwendig, ist Bulfon überzeugt.
"Die Regelungen in den Mitgliedstaaten waren sehr unterschiedlich und
haben so eine Behinderung des Binnenmarktes mit sich gebracht. Ein
einheitlicher Rahmen war daher zu schaffen."
Das Europäische Parlament hat im Falle von Handlungen, die gegen das
Ein- und Ausfuhrverbot verstoßen, harte Sanktionen gefordert. "Die
Möglichkeiten reichen von Beschlagnahmungen bis zu Lizenzentzug. Es
liegt nun an den Mitgliedstaaten, die Sanktionen festzulegen und
diese gegebenenfalls auch strikt anzuwenden", meint Bulfon
abschließend. (Schluss) ps/mm
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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