- 14.06.2007, 16:07:24
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LH Haider: Kelag und RWE investieren 1 Milliarde Euro in den nächsten zehn Jahren
Aktivitäten in Südosteuropa werden verstärkt - Ausbau von Wasserkraft und regenerativen Energien
Klagenfurt (LPD) -
Die Partnerschaft zwischen dem Land Kärnten, Kelag bzw. der
Kärntner Energieholding und der RWE Energy ist seit sieben Jahren
eine Erfolgsgeschichte. Heute, Donnerstag, wurde ein weiteres Kapitel
angehängt und Wachstumsinitiativen für die Zukunft der Kelag fixiert.
In den nächsten zehn Jahren soll insgesamt eine Milliarde Euro
investiert werden. Landeshauptmann Jörg Haider, der
Vorstandsvorsitzende der RWE Energy AG, Berthold A. Bonekamp, und die
Geschäftsführer der Kärntner Energieholding GmbH, Günther Pöschl und
Heinz-Werner Ufer, haben das diesbezügliche Investitionspaket
vertraglich unterzeichnet. Es umfasst die folgenden fünf Punkte zur
Zukunft der Kelag und der Kärntner Energieversorgung:
Wasserkraft-Ausbau in Kärnten, Offensive in der Bioenergie,
gemeinsames Wachstum in Südosteuropa, Wachstum in Österreich und
Sicherung der Stromversorgung in Kärnten.
Haider hob die bisherige Erfolgsgeschichte von Kelag und RWE
hervor, die sehr erfreulich sei. So sei in den letzten zwei Jahren
170 neue Mitarbeiter aufgenommen worden. Die Investitionen seien in
diesem Zeitraum von 35 Mio. Euro auf 100 Mio. Euro hinaufgeschnellt,
auch 20 Prozent mehr Lehrlinge würden von der Kelag ausgebildet. Die
Kelag sei auch in den anderen Bundesländern sehr erfolgreich, sie
habe dort gleich viel Kunden als in Kärnten. Unter anderem sei es ihr
auch gelungen, die Voest-Alpine als Kunde zu gewinnen, sagte Haider.
Durch das neue Investitionspaket werde die Energieversorgung in
Kärnten sichergestellt. Dies sei enorm wichtig, gerade auch für
Betriebsansiedlungen, betonte Haider. Auch der mit mindestens 50
Mio. Euro dotierte Mölltalfonds ist heute vertraglich abgesichert
worden. Haider und Bonekamp zeigten sich zuversichtlich über die
weitere Kooperation und die Wachstumschancen in den neuen Märkten.
Bonekamp sprach ebenfalls von der hervorragenden Zusammenarbeit
mit der Kelag bzw. mit Kärnten. Nun gehe es darum, trotz eines
enormen Wettbewerbs die Chancen gerade in Südosteuropa zu nutzen. Er
stellte das über hundert Jahre alte Unternehmen RWE näher vor, das 44
Milliarden Umsatz mache. RWE habe 70.000 Beschäftigte und 24
Millionen Kunden.
Pöschl sagte, dass man vor allem auf den Ausbau der Wasserkraft in
Kärnten sowie auf die regenerativen Energien setze. Vor allem gehe es
um die Optimierung von Kraftwerksstandorten, wie das Beispiel Feldsee
zeige. In den Wasserkraft-Ausbau investiere man 400 bis 600 Mio.
Euro. Der Mölltalfonds sei auch ein Ausdruck der Partnerschaft mit
der Region, sagte Pöschl.
Ufer erläuterte, dass man verstärkt dem Umweltbewusstsein Rechnung
trage und in Biomasse und Biogas investieren werde. Die Kelag mache
dies mit ihrer Wärmebetriebsgesellschaft in Österreich seit langem,
eine internationale Gesellschaft wolle man zwischen RWE und Kelag
aufbauen. Mit dieser werde man vor allem in Südosteuropa, Norditalien
und der Schweiz tätig sein. Synergien und Know-how müssten gebündelt
werden. Klar sei, dass Kärnten das Stammland der Aktivitäten bleiben
werde. Kärnten und RWE wollen die Stabilität der Kelag erhalten und
ausbauen und neue Wachstumspotentiale in neuen Märkten ausschöpfen,
sagte Ufer.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
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