- 14.06.2007, 13:41:55
- /
- OTS0208 OTW0208
Mandak: Änderung beim Kinderbetreuungsgeld benachteiligt Alleinerziehende
Grüne: Impulse zur besseren Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit fehlen
Wien (OTS) - "Trotz einiger Verbesserungen bleiben etliche
Schwachpunkte beim Kinderbetreuungsgeldbestehen und der dringend
notwendige Impuls zur besseren Aufteilung von Familien- und
Erwerbsarbeit zwischen Männern und Frauen fehlt nach wie vor",
kritisiert die Familiensprecherin der Grünen, Sabine Mandak. Vor
allem Alleinerziehende werden durch die neue Regelung benachteiligt.
"Gerade Frauen, für die es meist viel schwieriger ist, die
Alltagsprobleme zu bewältigen, fallen um drei bzw. sechs Monate
Kinderbetreuungsgeld um. Dazu kommt in vielen Fällen, dass der
dringend benötigte Kinderbetreuungsplatz nach Ende des
Kindergeldbezugs fehlt. Es kann und darf nicht das Ziel einer
Familienpolitik des 21. Jahrhunderts sein, Alleinerzeihende zu
benachteiligen. Diese unglückseligen Zeiten sollten doch endlich
vorbei sein", meint Mandak.
Ein zukunftsweisendes Karenzmodell, wie das der Grünen, das die
Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit zwischen Männern und
Frauen zum Ziel hat, wurde leider von der Regierung nicht umgesetzt.
"Diese Vorstellung schreckt zu viele in der ÖVP, aber sicher auch
etliche in der SPÖ ab", so Mandak. Der vorliegende Entwurf ist ein
Versuch, das bestehende Kinderbetreuungsgeld zu verbessern. Positiv
sei, dass künftig nicht mehr das gesamte Kinderbetreuungsgeld
zurückgezahlt werden muss, wenn die Zuverdienstgrenze überschritten
wurde. "Darüber hinaus ist es gut, dass Alleinerziehende die gleiche
Zuverdienstgrenze haben wie Paare und dass das Kinderbetreuungsgeld
auch in einem kürzeren Zeitraum bezogen werden kann", erläutert
Mandak und weiter: "Benachteiligt sind jedoch Paare, die sich für
eine kürzere Karenzdauer entscheiden - sie bekommen 1.300 Euro
weniger. Das ist nicht nachvollziehbar".
Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB






