- 04.06.2007, 09:34:56
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Zuschlag für Mehrarbeit gilt auch für geringfügig Beschäftigte
GPA-DJP Proyer prognostiziert Anstieg von Vollzeitverträgen
Wien (GPA-DJP) - "Der im Arbeitszeitpaket vereinbarte Zuschlag für
Mehrarbeit bei Teilzeitkräften gilt auch für rund 200.000 geringfügig
Beschäftigte", erklärte der stellvertretende Geschäftsführer der
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
(GPA-DJP), Karl Proyer, vor Journalisten. "Wir erwarten, dass die
Zuschläge auch zu einem Anstieg der vertraglich vereinbarten
Wochenstunden führen werden", sagte Proyer. ++++
"Rund 200.000 geringfügig Beschäftigte in ganz Österreich werden vom
Mehrarbeitszuschlag profitieren können, generell dürfte die
geringfügige Beschäftigung für die Arbeitgeber unattraktiver werden",
zeigte sich Proyer erfreut.
In dem am Mittwoch im Ministerrat beschlossenen neuen
Arbeitszeitpaket wurden unter anderem analog zu den
Überstundenzuschlägen bei den Vollzeitbeschäftigten Zuschläge für
Mehrarbeit von Teilzeitkräften und damit verbunden auch für
geringfügig Beschäftigte in der Höhe von 25% vereinbart.
Dieser Zuschlag für Teilzeitkräfte soll flexibel eingesetzte
Teilzeitarbeit verteuern. "Das wird die Unsitte der Arbeitgeber
einschränken, mit den Beschäftigten ein sehr geringes Teilzeitausmaß
zu vereinbaren und Mehrarbeit je nach Bedarf zu verlangen. Wenn von
Anfang an die wöchentliche Arbeitszeit in einer realistischen Höhe
richtig vereinbart wird, dann können sich die Beschäftigten auf
Arbeitszeit und Einkommen entsprechend einstellen", erklärte Proyer.
Weiters muss der gewerkschaftliche Weg der Verteuerung der Arbeit zu
unattraktiven Tageszeiten, besonders im Handel, unbedingt fortgesetzt
werden, heißt es aus der GPA-DJP.
"Wir gehen davon aus, dass sowohl bei den Teilzeitkräften als auch
bei den geringfügig Beschäftigten in Zukunft die Wochenstundenanzahl
in vielen Fällen vertraglich angehoben wird und es auch zu mehr
Vollzeitverträgen kommen wird. Das ist im Interesse der Beschäftigten
und damit ein wichtiger Erfolg unserer gewerkschaftlichen
Verhandlungen", so Proyer abschließend.
ÖGB, 4. Juni 2007 Nr. 360
Rückfragehinweis:
GPA-DJP Dr. Barbara Lavaud Tel.: 05 0301-21533 Mobil: 05 0301-61533 E-Mail: [email protected] http://www.gpa-djp.at
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