- 27.05.2007, 13:06:12
- /
- OTS0011 OTW0011
FPÖ: Wieder Skandal-Tiertransport gestoppt
Hofer will Kenzeichnung von Lebensmitteln - auch Fleisch aus Tiertransporten kennzeichnen
Wien (OTS) - in Heiligenkreuz wurde wieder ein
Skandaltiertransporter gestoppt. Der Lenker war 38 Stunden
durchgehend am Steuer unterwegs, er hatte Kälber geladen. Der
italienische Transporter wurde gestern Abend im Gemeindegebiet von
Heiligenkreuz im Burgenland angehalten.
Die 78 Kälber wurden vorerst in Oberwart versorgt. Erst vor einigen
Wochen wurde ein kroatisches Sattelkraftfahrzeug im Südburgenland
gestoppt. Es hatte 850 Lämmer statt erlaubter 583 geladen, ein
italienischer LKW wurde mit 700 Tieren im Bezirk Jennersdorf
gestoppt, hier wären 528 Tiere erlaubt gewesen. Ein Lamm war so stark
verletzt, dass es eingeschläfert werden musste.
FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer bezeichnet den Transport von
Tieren quer durch Europa als "unglaublichen Schwachsinn", der
umgehend beendet werden müsse. "Die Tiere werden irgendwo unter
skandalösen Bedingungen billigst aufgezogen, dann nach Österreich
transportiert und hier geschlachtet. Damit gilt das Fleisch als
österreichisches Produkt und wird auch als solches im Supermarktregal
gekennzeichnet."
In Großbritannien planen große Supermarktketten, Produkte, die mit
dem Flugzeug importiert wurden, mit einem eigenen Label zu
kennzeichnen. Zweck dieser Aktion ist, den Konsumenten die
Möglichkeit zu geben, bewusst klimafreundlich einzukaufen.
Norbert Hofer hat eine ähnliche Vorgangsweise im Rahmen einer
parlamentarischen Initiative für Österreich gestartet. Die Chancen
auf eine Beschlussfassung mit breiter Mehrheit sind gut. ÖVP und
Grüne haben bereits Zustimmung signalisiert.
Norbert Hofer: "Ich habe beantragt, Lebensmittel, die einen langen
Transportweg zurückzulegen haben, grundsätzlich zu kennzeichnen. Und
zwar egal, ob dieser Transportweg mit dem LKW, mit dem Schiff oder
mit dem Flugzeug zurückgelegt wurde. Eine derartige
Kennzeichnungspflicht kommt nicht nur der Umwelt sondern auch den
heimischen Landwirten zugute. Mir ist der heimische Apfel lieber als
ein importierter Kiwi. Und ich esse lieber Fleisch vom heimischen
Landwirt als von der fernen Tierfabrik. Für die Tiere bedeutet der
Transport oftmals unglaubliches Leid."
Hofer möchte daher dieses Modell auch auf tierische Produkte umgelegt
wissen: "Auch für Fleisch muss es eine Kennzeichnung geben. Und hier
muss Fleisch, das von Tieren stammt, die viele hundert Kilometer
lebend transportiert wurden, extra gekennzeichnet werden. Nur so hat
der Konsument eine Chance, durch sein Kaufverhalten qualvolle
Tiertransporte zu verhindern und gleichzeitig heimische Landwirte zu
unterstützen."
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FPK






