• 24.05.2007, 15:10:01
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Leitl begrüßt leichteren Zugang zur Kapitalmarktfinanzierung für Klein- und Mittelbetriebe

Wiener Börse startet Mitte Juni mit neuem "mid market" - Betreute Begleitung durch Kapitalmarkt-Coach als wesentliches Element

Wien (PWK395) - Als "maßgeschneidertes Finanzierungsinstrument für
den Mittelstand" begrüßte WKÖ-Präsident Christoph Leitl den heute,
Donnerstag, vorgestellten "mid market" der Wiener Börse. Dieses neue
Börsen-Segment erleichtert vor allem kleinen und mittleren
Unternehmen mit geringerem Kapitalbedarf den Zugang zur
Kapitalmarktfinanzierung. Der am Montag, den18. Juni startende "Markt
der Mitte" setzt kein Mindestemissionsvolumen und keine
Mindestkapitalisierung voraus. Verpflichtend ist allerdings die
Ernennung eines "Capital Markt Coaches" (CMC), der dem Unternehmen
beim Börsegang und auch bei seinem weiteren "Leben an der Wiener
Börse" beratend zur Seite steht.

Wie Präsident Leitl in einem gemeinsamen Pressegespräch mit den
Börse-Vorstandsmitgliedern Heinrich Schaller und Michael Buhl und dem
Kapitalmarktbeauftragten der Bundesregierung, Richard Schenz,
hervorhob, ist die Eigenkapitalquote der Mittelstandbetriebe in den
letzten Jahren erfreulicherweise von 17 auf 20 Prozent gestiegen.
Häufig fehle es aber an Risikokapital. Das neue Instrument werde es
den interessierten Firmen ermöglichen, neue Wege zu gehen und sich
auf neuen Märkten zu behaupten.

Als Beispiel nannte Leitl den russischen Markt, dessen Dynamik für
Österreich gerade beim jüngsten Besuch des russischen
Staatspräsidenten Wladimir Putin wieder deutlich geworden sei. So
wurden Wirtschaftsverträge um drei Milliarden und Absichtserklärungen
für weitere zwei Milliarden Euro erreicht. "Die österreichische
Wirtschaft spürt eine starke Aufbruchsstimmung. Das gilt auch für die
Wiener Börse. Wir haben Interesse daran, dass auch russische
Unternehmen an der Wiener Börse notiert werden", sagte der
WKÖ-Präsident, wobei er das gute Klima bei den gestern geführten
österreichisch - russischen Wirtschaftsgesprächen hervorhob: "Wir
haben den Dialog aufgenommen und stehen hier am Anfang eines
vielversprechenden Weges".

Kapitalmarktbeauftragter und WKÖ-Vizepräsident Schenz begrüßte
ebenfalls das neue Börsensegment als "richtige Maßnahme zum richtigen
Zeitpunkt". Damit werde den heimischen KMU eine attraktive
Möglichkeit eröffnet, bei der Eigenkapitalaufbringung vom sich gut
entwickelnden österreichischen Kapitalmarkt zu profitieren. "Wir sind
glücklich über diese Erweiterung. Wenn uns jetzt auch noch der
KMU-Fonds gelingt, haben wir gute Arbeit geleistet", meinte Schenz
gegenüber den Journalisten.

Der neue "Mittelmarkt" ermöglicht es den Unternehmen, sich
innerhalb des Segments zwischen einem Listing im Geregelten oder im
Ungeregelten Markt zu entscheiden. Die Unterstützung durch den CMC
soll die Qualität sicherstellen und die Liquidität fördern. Starten
wird der mid market mit der Umreihung von Binder + Co AG und Hutter &
Schranz Stahlbau AG., die derzeit im Segment "other listings" geführt
werden. Anfang Juli wird das erste neue Unternehmen im Markt
aufgenommen. Großes Interesse für das neue Instrument erwartet
Börse-Experte Schaller ab Herbst. Für diesen Zeitpunkt sind bereits
drei weitere Titel im Gespräch. Das Potenzial ortet Schaller bei "bis
zu 200 Firmen". Man sei erfolgreich, wenn es gelingt, innerhalb der
nächsten zwei bis zweieinhalb Jahre rund 20 Titel zu listen.

Mittelfristiges Ziel für alle im mid market gelisteten Unternehmen
sei die Weiterentwicklung in den prime market. "Der Mittelmarkt ist
damit als Sprungbrett ins Premium-Segment der Wiener Börse zu
verstehen". (hp)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   Stabsabteilung Presse
   Mag. Rupert Haberson
   Tel.: (++43) 0590 900-4362
   Fax: (++43) 0590 900-263
   mailto:[email protected]
   http://wko.at/Presse

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