- 24.05.2007, 12:47:32
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CSR - aktive freiwillige unternehmerische Verantwortung statt Regulierungsflut
1. CSR-Frühstück + Präsentation des CSR-Trainingshandbuchs für KMU zeigte einmal mehr die Komplexität von Corporate Social Responsibility - CSR-Tag/Trigos-Verleihung am 30.5.
Wien (PWK393) - "Verantwortliches Unternehmertum", so übersetzte
Andreas Schneider, Verantwortlicher für den Bereich
Gesellschaftspolitik in der Abteilung Wirtschaftspolitik der
Wirtschaftskammer Österreich, heute, Donnerstag, den Begriff
"Corporate Social Responsibility", kurz CSR. Gelegenheit dazu bot das
1. CSR-Frühstück mit Präsentation des CSR-Trainingshandbuchs für KMU
im Haus der österreichischen Wirtschaft in Wen. Speziell das
CSR-Engagement von kleineren und mittleren Unternehmen wird auch
heuer wieder mit dem Trigos-Preis gewürdigt; die Auszeichnungen
werden am Abend des 30. Mai 2007 im Uniqua-Tower in Wien überreicht.
Beim Trainingshandbuch handle es sich um ein echtes Praxis-Buch
mit Übungen, Checklisten etc., so Wolfgang Keck aus Berlin, der die
"Trainingsunterlage" gemeinsam mit Co-Autorin Martina Schubert,
Geschäftsführerin von FO.FO.S - Forum zur Förderung der
Selbständigkeit, aus Wien verfasst hat und auch als Herausgeber
fungierte. Es ist um 100 Euro, einem für Trainingsunterlagen durchaus
handelsüblichen Preis, über den Onlineshop auf www.fofos.eu zu
beziehen.
CSR sei ein komplexer Ausdruck für eine eigentlich einfache Idee
nämlich für ein Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient,
soziale und ökologische Belange in ihre Unternehmenstätigkeit und die
Beziehungen mit ihren Partnern zu integrieren. Wichtig sei dabei
Freiwilligkeit statt Regulierungsflut", so WKÖ-Vertreter Schneider:
"Es geht um Chancen, wie ein Mehrwert für Unternehmen und allen
übrigen Beteiligten geschaffen werden kann." Ob der Komplexität von
Corporate Social Responsibility verwies Buchautor Keck als Mittel
gegen ein mögliches Verzetteln darauf, sich auch bei CSR auf das
Kerngeschäft des jeweiligen Unternehmens zu besinnen und zu
konzentrieren.
Manfred Schekulin, Vertreter des in Sachen CSR bereits seit 2001
aktiven Wirtschafts- und Arbeitsministeriums, schilderte den
österreichischen Weg, den man mit RespACT Austria in Sachen
verantwortungsvolle Wirtschaft eingeschlagen hat und unterstützt, im
europäischen Vergleich als vorbildhaft. So wurden etwa für die
Branchen Holz, Bekleidung/Schuhe, Papier, Hotel/Gastgewerbe,
Lebensmittel, Transport, Bauwirtschaft, Juwelen und Schmuckindustrie,
Lackerzeuger/-anwender und Werbung von respACT, der
Wirtschaftskammerorganisation und dem Wirtschaftsministerium
gemeinsam bereits zehn branchenspezifische CSR-Leitfäden erstellt und
an 150.000 Unternehmen in ganz Österreich versandt, führte Schneider
aus.
Als weitere Schritte gelte es nun, so Schekulin, das Thema CSR aus
der Nische herauszubringen und weiters etwas zu tun, was auch
Wolfgang Keck ansprach, nämlich das Bewusstsein der Menschen zu
sensibilisieren und zu stärken: Zur Unterstützung und Anerkennung von
verantwortlichem Unternehmertum, CSR-Engagement also, seien neben den
Betrieben auch Investoren, Auftraggeber, politische
Entscheidungsträger und Konsumenten gefordert, indem sie nämlich
entsprechende Aktivitäten der Betriebe Eintscheidungshilfen bei Kauf-
und Investitionsentscheidungen berücksichtigen.
Während Didaktikexperte Martin Lehner darüber informierte, wie
CSR-Training für kleine und mittlere, oft Ein-Personen-Unternehmen,
möglich sein kann, referierte Schubert die Problematik der
CSR-Terminologie und deren unterschiedliche Verwendung und zitierte
Erhebungen, wonach Begriffe in deutscher Sprache, möglichst
selbsterklärend und bodenständig, nicht nur gegenüber Kommunal- und
Lokalpolitikern die Kommunikation des komplexen Themas CSR
erleichtern. (JR)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Stabsabteilung Wirtschaftspolitik Mag. Andreas Schneider Tel.: (++43) 0590 900-4280 Fax: (++43) 0590 900-258 mailto:[email protected] http://wko.at/wp
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