• 24.05.2007, 11:49:24
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Graf: Verzetnitsch wusste über BAWAG-Verluste seit 1998 Bescheid

Ex-ÖGB-Präsident hat offensichtlich vor Untersuchungsausschuss Unwahrheit gesagt - Wer im ÖGB wusste noch von den Verlusten?

Wien (OTS) - "Ex-ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch wollte uns
glauben lassen, er habe erst im Dezember 2000 von den BAWAG-Verlusten
im Zuge der Flöttl-Karibik-Geschäfte erfahren", stellte heute der
Vorsitzende des Banken-Untersuchungsausschusses, FPÖ-NAbg Dr. Martin
Graf fest. "Tatsächlich gab es schon 1998 diesbezügliche
Besprechungen, bei denen Fritz Verzetnitsch anwesend war."

Martin Graf: "Tatsächlich hat sich das Trio
Elsner-Weninger-Verzetnitsch bereits 1998 dahingehend abgesprochen,
dass die zur Verschleierung der Verluste getätigten Neu-Investments
unter Verschluss gehalten werden müssen, um den BAWAG-Eigentümer ÖGB
nicht anzupatzen. Außerdem wussten der ÖGB-Präsident und sein
Finanzreferent sehr gut, dass sie bei Bekanntwerden der Verluste aus
"politischen Gründen" zurücktreten müssen." Im Ausschuss müsse jetzt
angesichts der neuen Fakten geklärt werden, wer noch aller im ÖGB
Bescheid wusste.

Dass ausdrücklich auch Aufsichtsrat und Bankenaufsicht umgangen
werden sollten - was nach derzeitigem Erkenntnisstand ja gelungen
sein dürfte - , stellt für Graf die "absolute Konsequenz der
Selbstvernichtung" dar. "Wenn ein Vorstandskollege Elsners zu
Protokoll gab, dass dieser sich nach seiner Rückkehr von einer
USA-Reise angesichts des Verlustausmaßes erschießen wollte, sagt das
wohl alles über den Ernst der Lage, der mit Hilfe des ÖGB-Präsidenten
vorsätzlich heruntergespielt werden sollte."

Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub

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