Greenpeace: Massive Sicherheitslücken beim AKW Mochovce 3/4

Geplanter Reaktorneubau ohne Schutzhülle und modernes Sicherheitskonzept

Bratislava/Wien (OTS) - Greenpeace hat heute eine
Sicherheitsstudie zu den slowakischen Atomreaktoren Mochovce 3/4 veröffentlicht. Die AKW-Bauarbeiten wurden in den 1980er Jahren abgebrochen und sollen nun fortgesetzt werden. Zentrales Ergebnis der Greenpeace-Analysen: Die fehlende Reaktorschutzhülle stellt ein schwerwiegendes Sicherheitsrisiko dar, weil der Reaktor vor einem etwaigen Flugzeugabsturz komplett ungeschützt wäre. Weitere Kritikpunkte der Umweltschützer: Das Sicherheitskonzept für Mochovce 3/4 ist über dreißig Jahre alt und das AKW kann nur bedingt auf modernere Sicherheitsstandards gebracht werden.

AKW-Bauvorhaben mit den gleichen Reaktortypen in Westeuropa sind entweder gänzlich aufgegeben worden (Baustopp bei Greifswald in Deutschland im Jahr 1991) oder komplett modernisiert und mit einer Schutzhülle ausgestattet worden (Loviisa in Finnland). "Ein AKW-Bauvorhaben wie in Mochovce würde in den meisten EU-Ländern keine Betriebsgenehmigung bekommen", so Greenpeace-Sprecher Jurrien Westerhof. "Wir fordern vom Mochovce-Eigner ENEL umgehend Antworten, wie mit diesen gravierenden Sicherheitslücken umgegangen wird."

Die Studie in englischer Sprache zum Download:
http://www.greenpeace.at/4608.html

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