• 15.05.2007, 11:50:13
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  • OTS0164 OTW0164

Greenpeace: Massive Sicherheitslücken beim AKW Mochovce 3/4

Geplanter Reaktorneubau ohne Schutzhülle und modernes Sicherheitskonzept

Bratislava/Wien (OTS) - Greenpeace hat heute eine
Sicherheitsstudie zu den slowakischen Atomreaktoren Mochovce 3/4
veröffentlicht. Die AKW-Bauarbeiten wurden in den 1980er Jahren
abgebrochen und sollen nun fortgesetzt werden. Zentrales Ergebnis der
Greenpeace-Analysen: Die fehlende Reaktorschutzhülle stellt ein
schwerwiegendes Sicherheitsrisiko dar, weil der Reaktor vor einem
etwaigen Flugzeugabsturz komplett ungeschützt wäre. Weitere
Kritikpunkte der Umweltschützer: Das Sicherheitskonzept für Mochovce
3/4 ist über dreißig Jahre alt und das AKW kann nur bedingt auf
modernere Sicherheitsstandards gebracht werden.

AKW-Bauvorhaben mit den gleichen Reaktortypen in Westeuropa sind
entweder gänzlich aufgegeben worden (Baustopp bei Greifswald in
Deutschland im Jahr 1991) oder komplett modernisiert und mit einer
Schutzhülle ausgestattet worden (Loviisa in Finnland). "Ein
AKW-Bauvorhaben wie in Mochovce würde in den meisten EU-Ländern keine
Betriebsgenehmigung bekommen", so Greenpeace-Sprecher Jurrien
Westerhof. "Wir fordern vom Mochovce-Eigner ENEL umgehend Antworten,
wie mit diesen gravierenden Sicherheitslücken umgegangen wird."

Die Studie in englischer Sprache zum Download:
http://www.greenpeace.at/4608.html

Rückfragehinweis:

Greenpeace CEE
   
   Steffen Nichtenberger, Pressesprecher
   Tel: +43 (0)664 612 67 03
   mailto:[email protected]
   
   DI Jurrien Westerhof, Energieexperte 
   Tel: +43 (0)664 612 67 01

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