- 11.05.2007, 17:20:22
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Stadlbauer gegen Erstellung einer Abtreibungsstatistik
Würde für Frauen in Notsituation zusätzliche Belastung bedeuten - Unverständnis über Spindelegger
Wien (SK) - SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer
weist die Forderung des 2. Nationalratspräsidenten Spindelegger nach
Erstellung einer Abtreibungsstatistik zur Motivforschung zurück. "Es
gibt mit gutem Grund keine derartige Statistik, da dies für Frauen,
die sich ohnehin bereits in einer Notsituation befinden, noch eine
zusätzliche Belastung bedeuten würde", hielt Stadlbauer fest. Wichtig
sei, dass Frauen Entscheidungsfreiheit haben und Unterstützung
erhalten - egal, wie sie sich entscheiden, betonte die
SPÖ-Abgeordnete am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
Aus Sicht von Stadlbauer ist es nicht nachvollziehbar, wieso
Spindelegger ausgerechnet anlässlich der Vorstellung eines Berichts
über die Entwickelung der Familien in Europa die Erstellung einer
Abtreibungsstatistik verlangt. "Familienpolitik heißt nicht,
Motivforschung über Schwangerschaftsabbrüche zu betreiben, sondern
bedeutet, Familie lebbar zu machen." Als notwendige Maßnahmen nannte
Stadlbauer in dem Zusammenhang den Ausbau von
Kinderbetreuungseinrichtungen oder die Flexibilisierung des
Kindergeldes. "Anstatt den Betroffenen das Leben mittels
bürokratischer Hürden noch weiter zu erschweren, soll Spindelegger
diese unterstützen und sich etwa für Schutzzonen vor
Abtreibungskliniken stark machen, um Frauen vor Psychoterror zu
schützen", erklärte Stadlbauer abschließend. (Schluss) ps
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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