Stadlbauer gegen Erstellung einer Abtreibungsstatistik

Würde für Frauen in Notsituation zusätzliche Belastung bedeuten - Unverständnis über Spindelegger

Wien (SK) - SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer weist die Forderung des 2. Nationalratspräsidenten Spindelegger nach Erstellung einer Abtreibungsstatistik zur Motivforschung zurück. "Es gibt mit gutem Grund keine derartige Statistik, da dies für Frauen, die sich ohnehin bereits in einer Notsituation befinden, noch eine zusätzliche Belastung bedeuten würde", hielt Stadlbauer fest. Wichtig sei, dass Frauen Entscheidungsfreiheit haben und Unterstützung erhalten - egal, wie sie sich entscheiden, betonte die SPÖ-Abgeordnete am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Aus Sicht von Stadlbauer ist es nicht nachvollziehbar, wieso Spindelegger ausgerechnet anlässlich der Vorstellung eines Berichts über die Entwickelung der Familien in Europa die Erstellung einer Abtreibungsstatistik verlangt. "Familienpolitik heißt nicht, Motivforschung über Schwangerschaftsabbrüche zu betreiben, sondern bedeutet, Familie lebbar zu machen." Als notwendige Maßnahmen nannte Stadlbauer in dem Zusammenhang den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen oder die Flexibilisierung des Kindergeldes. "Anstatt den Betroffenen das Leben mittels bürokratischer Hürden noch weiter zu erschweren, soll Spindelegger diese unterstützen und sich etwa für Schutzzonen vor Abtreibungskliniken stark machen, um Frauen vor Psychoterror zu schützen", erklärte Stadlbauer abschließend. (Schluss) ps

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