- 10.05.2007, 13:26:24
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Ettl: EP fordert bessere Information bei Betriebsveränderungen
Wien (SK) - Die mangelhafte Kommunikation zwischen europäischen
Konzernen und deren Arbeitnehmern wird zu einem immer größeren
Problem. Die jüngsten Fälle von Massenentlassungen in europäischen
Großbetrieben, etwa bei Airbus oder Volkswagen, haben diese
Schwierigkeiten deutlich gemacht. Gleichzeitig wurden Arbeitnehmer
und deren Vertretungen aus verschiedenen Mitgliedstaaten
gegeneinander ausgespielt. Aus diesem Grund hat das Europäische
Parlament in seiner heutigen Plenarsitzung in Form eines
Entschließungsantrags eine rasche Revidierung der Richtlinie zu den
Europäischen Betriebsräten gefordert. Diese soll dafür sorgen, dass
Probleme rechtzeitig besprochen und sozial verträgliche Lösungen in
den Betrieben und nicht auf der Straße gefunden werden. "Die derzeit
gültige Richtlinie zu den Europäischen Betriebsräten stammt aus dem
Jahr 1994, seit 1999 warten wir auf eine Revision, denn die
europäische Betriebslandschaft hat sich in den letzten 13 Jahren
gewaltig geändert", so der SPÖ-Europaabgeordnete Harald Ettl. ****
"Die in jüngster Zeit aufgetretenen Fälle haben vor allem die
mangelnde Kommunikation zu Tage gebracht. Während die Kommunikation
zwischen Betrieben und Konzernleitungen immer schneller und
intensiver von statten geht, hat sich diese für die Belegschaft nicht
weiterentwickelt. Die Entschließung fordert nun, dass die
Arbeitnehmer zeitgerecht informiert, sowie konsultiert und gemeinsame
Lösungen erarbeitet werden. Es kann nicht sein, dass Arbeitnehmer
über einen geplanten Stellenabbau aus den Medien erfahren. Die
EU-Kommission muss hier rasch tätig werden", fordert Ettl.
"Die Rechtsunsicherheiten müssen verringert werden und die
Möglichkeiten zum sozialen Dialog zwischen der europäischen und der
nationalen Ebene erhöht werden", meint der SPÖ-Europaabgeordnete.
"Rechtstexte gibt es mittlerweile viele. Diese bleiben aber insgesamt
zu zahnlos und brachten bisher oftmals nicht den gewünschten Effekt."
(Schluss) js/mp
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