ARBÖ: Im Mai schmecken Mardern die Autokabel am besten

Mit Technik, "Verpiss-dich-Pflanzen" und Sprays gegen die ungeliebten Nager

Wien (OTS) - Marder haben eine Schwäche für Autos, speziell für Fahrzeugkabel, Gummidichtungen und Schläuche. Besonders jetzt im Mai, wenn der Marder-Nachwuchs auf erste Entdeckungsreisen geht, suchen die Tierchen gerne Fahrzeug heim. Die Auswirkungen sind oft beträchtlich und die ARBÖ-Pannenfahrer werden oft zum Retter in der Not.

"Die Folgen von Marderbissen werden oft zu spät erkannt. Zündaussetzer können Katalysatorschäden verursachen. Wasserverlust nach einen Maderbiss kann in den schlimmsten Fällen sogar zu einem Motorschaden führen", warnt der technische Schulungsleiter des ARBÖ Gottfried Moser.

Wenn der Marder zugeschlagen hat: Achten Sie auf die Fehlerlampen am Armaturenbrett und fahren Sie auf keinen Fall mit Motoraussetzern. Durch eine Sichtprüfung und Überprüfen des Fehlerspeichers mit modernsten Fehlerauslesegeräten können die ARBÖ Techniker in den Prüfzentren die Schäden schnell lokalisieren. Ein sofortiges Beheben des Schadens kann enorme Kosten sparen.

Hat der Marder einmal zugebissen, sollte unbedingt sofort eine Motorwäsche durchgeführt werden. Denn sonst werden durch den Geruch andere Marder-Kollegen angezogen.

Angela Schmalzl vom ARBÖ-Informationsdienst hat Tipps zusammengestellt, was man tun kann, um den lästigen Nagern die Beißlust zu nehmen:

  • Motorunterseite, Kabel oder Schläuche abdecken
  • Marder-Ultraschall-Sicherung einbauen. Sie sendet hochfrequente Signale aus, die Tiere nicht mögen. Erhältlich sind die Geräte im Autozubehörhandel. Angeschlossen werden sie an der Autobatterie und verbrauchen kaum nennenswerte Energie.
  • Elektrischer Schutz nach dem "Weidezaun-Prinzip" einbauen lassen.
  • Auto auf feinen Maschendraht parken.

Schmalzl: " Aber aufgepasst. Die Tiere sind sehr intelligent und gewöhnen sie sich rasch selbst an das sicherste Abschreckmittel."

Abgesehen von den genannten technischen Tipps gibt es auch noch einige Hausmittel gegen ungeliebte Nager. Seit einigen Jahren bekannt ist etwa die "Verpiss-dich-Pflanze", die durch ihren Geruch im Umkreis von mehreren Metern nicht nur Marder, sondern auch Füchse, Katzen und Hunde abhält. Es handelt sich dabei um eine Hybride aus der Gattung der Harfensträucher (Plectranthus caninus), Familie der Lippenblütler. In Deutschland wird in der Zwischenzeit auch schon für 7,90 Euro ein "Verpiss-dich-Spray" angeboten. Weitere Hausmittel sind Hunde-Urin, Hunde-, Katzenhaare oder WC-Steine. "Solche Hausmittel mögen zwar in bestimmten Fällen auf den Marder abschreckend wirken, eine Erfolgsgarantie kann aber hier nicht gegeben werden."

Rückfragen & Kontakt:

ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Lydia Ninz
Tel.: (++43-1) 89121-280
presse@arboe.at
http://www.arboe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR0001