Kärnten erhält eine "Tourismusberufsschule Villach Neu"

LH Haider: Wirtschaft muss die Lehrlingsausbildung stärker forcieren - LR Scheuch: Neue Tourismusberufsschule wird Alpe-Adria-Tourismuskompetenz-Zentrum

Klagenfurt (LPD) - Erste Informationen über die neue Tourismusberufsschule in Villach und das damit fertig gestellte Kärntner Berufsschulstandortekonzept gab es heute, Freitag, von, Landeshauptmann Jörg Haider und Bildungsreferent LR Uwe Scheuch gemeinsam mit dem Landesschulinspektor für Berufsschulen, Herbert Torta für Medienvertreter im Warmbad Villach. Ab dem kommenden Jahr werden in Warmbad Villach neben der Kärntner Tourismusschule die neue Tourismusberufsschule sowie ein Internat errichtet. In ihr sollen künftig 1.500 Lehrlinge ausgebildet werden. Im neuen Lehrlingsheim finden 250 Lehrlinge Platz.

"Das im Jahre 2002 in der Kärntner Landesregierung beschlossene Berufsschulstandortekonzept sei eine richtige Investition für die schulische Ausbildung der Lehrlinge gewesen", hob Haider hervor. Auch die schulische Gleichstellung der Lehrlinge durch die Einführung der "Lehre mit Matura" ist angesichts der jetzigen Debatte über die Einführung der Gesamtschule der 10- bis 14Jährigen für Haider der richtige Ansatz. Mehr als 80 Prozent des Gesamtkonzeptes sind bereits umgesetzt, 70 Millionen Euro flossen in die Erneuerung und Modernisierung aller Berufsschulstandorte in Kärnten.

Durch das neue Konzept habe man den Weg von den verlängerten Werkbänken in Kärnten verlassen und den Weg hin zu intelligenten Produktionsansiedelungen im Technologiebereich geschafft, sagte der Landeshauptmann. "Die öffentliche Hand in Kärnten hat ihren Part für eine moderne Facharbeiterausbildung geleistet, jetzt liegt es an der Wirtschaft und den Betrieben, mehr Facharbeiter auszubilden" appellierte er an die Wirtschaft des Landes.

Ein falscher Schritt ist für den Landeshauptmann die von der Wirtschaft und der Gewerkschaft beschlossene Erhöhung der Wochenarbeitszeit. "Es gibt genügend Instrumente, das Arbeitszeitgesetz flexibel zu gestalten", übte er an der Regelung Kritik. Mit dieser Regelung werde auch die Facharbeiterausbildung nicht gefördert, so Haider.

Scheuch legte ebenfalls ein klares Bekenntnis für eine fundierte Facharbeiterausbildung ab und hob die Bedeutung der "Lehre mit Matura" hervor. Er forderte erneut einen Staatsekretär für Lehrlinge. "Der Garant für Industriestandorte wie Infineon in Villach sind gut ausgebildete Facharbeiter", sagte er.
Neben den bisher getätigten Bau- und Umbaumaßnahmen in den Kärntner Berufsschulkompetenzzentren in Kärnten, informierte Scheuch auch über das vierte geplante Berufsschulkompetenzzentrum in Villach: Mit der neuen Tourismusberufsschule in der Draustadt wird ein Alpe-Adria-Tourismuskompetenz-Zentrum um insgesamt 34 Millionen Euro bis 2010 errichtet.

"Die Schule wird ab 2008 von der LIG gebaut, das Lehrlingsheim vom Landeswohnbau", gab er bekannt. Scheuch visionäres Ziel ist es, die Berufsschullehrlingsheime künftig im Sommer auch kommerziell nutzen zu können, um mit ihnen Geld zu lukrieren. "Unser Ziel muss es sein, die Heime den Lehrlingen letztendlich gratis zur Verfügung zu stellen". sagte er.

Torta gab bekannt, dass im Jahr 2010 die Kärntner Tourismuslehrlinge in der neuen Berufsschule bereits unterrichtet werden sollen. "Damit werden den Lehrlingen perfekte Ausbildungsbedingungen geboten, die auch dem Tourismusland Kärnten zu Gute kommen werden", so Torta. In der neuen Schule sollen künftig auch alle Lebensmittelberufe (Konditor, Bäcker, Fleischer) und die Gärtner und Floristen unterrichtet werden.
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