• 27.04.2007, 12:08:12
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Broukal: Gemeinsame Schule der Zehn- bis Vierzehnjährigen ist bildungspolitisches Thema des Jahres

Expertenkommission soll Strategien für das österreichische Bildungssystem erarbeiten - SPÖ-Wissenschaftssprecher brachte Entschließungsantrag ein

Wien (SK) - "Die gemeinsame Schule der Zehn- bis Vierzehnjährigen
ist das bildungspolitische Thema des Jahres", erklärte
SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal am Freitag im Nationalrat.
Diese gemeinsame Schule solle besser als Hauptschule und AHS sein,
machte er deutlich. Denn auch bei der AHS gebe es noch viel
Potential: so sei die AHS teilweise undifferenziert und es gebe zu
wenig Förderunterricht. "Wenn man mit neun Jahren als Volksschüler
einen Dreier hat, dann wollen wir nicht, dass der Schüler vom
AHS-Direktor weggeschickt wird", nannte Broukal sein wichtigstes
Ziel. Er brachte zudem einen Entschließungsantrag ein, der vorsieht,
dass eine Kommission nationaler und internationaler Experten auf
Basis einer Evaluierung unterschiedlicher Schulmodelle Strategien für
das österreichische Bildungssystem erarbeiten solle. ****

Broukal betonte, dass das Schulsystem nicht aus
"Experimentierfreude" angerührt werden dürfe: "Am schwierigsten ist
es immer, etwas im laufenden Betrieb zu verändern". Seine Ablehnung
des bestehenden Systems begründete der SPÖ-Wissenschaftssprecher
unter anderem mit persönlichen Erfahrungen: "Auch ich bin wegen eines
Zweiers als Zehnjähriger am Gymnasium abgelehnt worden". Sein Schluss
daraus ist klar: "Ich will nicht, dass so etwas auch in Zukunft in
unserem Land passiert!"

Der SPÖ-Wissenschaftssprecher ging des Weiteren auf das
Bildungsbudget des Jahres 2007 ein, das um 10,15 Prozent höher sei
als jenes von 2006. Er gestand aber zu, dass es sich dabei nur um den
Vergleich der Voranschläge handle und dass die damalige Ministerin
Gehrer am Ende des Jahres mehr Geld als ursprünglich veranschlagt
ausgegeben habe. "Wir werden aber sehen, wie viel Geld Ministerin
Schmied am Ende Jahres eingesetzt haben wird", so Broukal. (Schluss)
re

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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