• 27.04.2007, 10:45:18
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Schmied: "Wende in Bildungspolitik vollzogen"

"Können es uns nicht leisten, auf Talente zu verzichten"

Wien (SK) - "Im Zentrum meiner bildungspolitischen Arbeit liegt
klar die Förderung von Begabungen und Talenten, weil ich davon
überzeugt bin, dass Spitzenleistungen eine breite Basis brauchen",
unterstrich SPÖ-Unterrichtsministerin Claudia Schmied am Freitag im
Nationalrat. Mit Blick auf die zentralen Projekte Senkung der
Klassenschüler-Höchstzahlen und Gemeinsame Schule sowie deutlich
höhere Investitionen in die Bildungspolitik betonte Schmied, dass die
"Wende in der Bildungspolitik" vollzogen sei. Bildungspolitik sei nun
endlich wieder mit "Leidenschaft und Motivation im Inneren
ausgestattet", hielt Schmied fest. ****

Zum Thema Gemeinsame Schule vermerkte Schmied, dass eine so
"richtungsweisende Entscheidung wie die Schulentscheidung mit neun
oder zehn Jahren eindeutig zu früh kommt - schließlich können wir es
uns aus gesellschaftlichen und ökonomischen Gründen nicht leisten,
auch nur auf ein Talent und eine Begabung zu verzichten". In der
Umsetzung des Projekts Gemeinsame Schule seien drei Punkte zentral:
Eine international und interdisziplinär besetzte Expertenkommission,
die Modellfälle sowie die wissenschaftliche Begleitung, so Schmied.

Sie freue sich auch "über die breite, über alle Parteigrenzen
geführte Diskussion", so Schmied. Ebenso erfreulich sei es weiters,
dass auch "die Bundesländer den Ball des Diskussion aufgenommen
haben", so Schmied, die klar machte: "Es ist endlich wieder Bewegung
und Dynamik in die Bildungspolitik gekommen". Sie nehme sich des
Themas Gemeinsame Schule mit "höchster Sorgfalt" an, so Schmied. An
nächsten Schritten bezüglich Umsetzung der Gemeinsamen Schule nannte
Schmied die Entwicklung von Kriterien für Modellregionen, die
Individualisierung und Differenzierung, motivierte LehrerInnen und
eine Expertenkommission. Ferner unterstrich die
Unterrichtsministerin, dass es gelingen müsse, "möglichst viele
Menschen vom Projekt Gemeinsame Schule zu überzeugen" - hierfür
bedürfe es eines Mehr an Kommunikation und Information, so Schmied.

Es gelte, Bildung, Innovation und auch Wirtschaftswachstum
zusammenzudenken, so Schmied mit Hinweis darauf, dass Bildung auch
hinsichtlich zahlreicherer und besserer Arbeitsplätze eine
"lebensbegleitende Aufgabe" sei. Die Bildungspolitik der
SPÖ-geführten Regierung stelle weiters auf zentrale Werte wie
Sozialkompetenz und Demokratieverständnis ab, so Schmied, die
abschließend unterstrich, dass gerade auf die "Demokratie-Entwicklung
viel Wert zu legen" sei. (Schluss) mb

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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