- 26.04.2007, 11:02:26
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Friedensappell von SOS-Kinderdorf-Präsident Helmut Kutin
Mogadischu/Innsbruck (OTS) - Nach dem jüngsten Raketeneinschlag in
der SOS-Klinik von Mogadischu richtet Helmut Kutin einen
Friedensaufruf an die Konfliktparteien. "Die heftigen Kämpfe sind
eine Tragödie für die Menschen in Mogadischu. Die jüngsten
Raketeneinschläge in unsere SOS-Klinik, die für die Bevölkerung über
Jahre so wertvolle Dienste geleistet hat, erfüllen mich mit Trauer
und Sorge", so Kutin. "SOS-Kinderdorf bittet daher alle
Konfliktparteien, zu den Friedensgesprächen zurückzukehren. Der
jahrelange Leidensweg der Bevölkerung muss ein Ende haben. Als
Kinderhilfsorganisation bitten wir vor allem im Namen der Kinder um
eine Friedenslösung, damit sie - und mit ihnen das Land - eine
Zukunft haben".
Nach Auskunft von Ahmed Ibrahim, Direktor von SOS-Kinderdorf
Somalia, schlugen die Raketen gestern in einem Teil der SOS-Klinik
ein, wo sich 20-30 Verletzte befunden hätten. Ob und wie viele Tote
es gab, sei nicht bekannt. Auch auf dem SOS-Kinderdorf-Gelände, das
auf der anderen Straßenseite liegt, gab es in den Tagen zuvor bereits
Einschläge. Wie berichtet, wurden aber Kinder, Mütter und Mitarbeiter
rechtzeitig in Sicherheit gebracht.
Nach jüngsten Meldungen von heute früh stehen inzwischen
Regierungstruppen vor den Toren des SOS-Kinderdorfes und der
SOS-Klinik und kontrollieren die Straße, die dazwischen liegt.
Anscheinend sei die Klinik fast leer. Denn viele der Verwundeten der
Milizen seien scheinbar von Verwandten und Bekannten vor dem
Eintreffen der Regierungstruppen weggebracht worden.
SOS-Regionalleiter Willy Huber sagt: "Nach diesen neuen Informationen
besteht die Aussicht, dass die SOS-Klinik, wenn die Truppen das
Gelände rund um die Klinik weiter sichern und halten, wieder den
Betrieb aufnehmen kann, um Patienten und Verwundete zu behandeln. Wir
werden versuchen, unser in Sicherheit gebrachtes SOS-Personal
zurückzuholen, um möglichst bald wieder mit der Arbeit zu beginnen",
so Huber.
Das SOS-Kinderdorf Mogadischu wurde 1985 gegründet, im Laufe der
Jahre kamen zwei Schulen, zwei Jugendeinrichtungen, ein Kindergarten
und die SOS-Klinik dazu (1989), in der pro Jahr rund 300.000
Patienten behandelt werden.
Rückfragehinweis:
Viktor Trager, SOS-Kinderdorf/Presse
Tel. 0512/5918-306 (mobil: 0664/4264634)
mailto:[email protected]
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