• 25.04.2007, 12:45:32
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  • OTS0228 OTW0228

ASBÖ Präsident Schnabl: Große Themen brauchen große Lösungen ASBÖ sieht Hausbetreuungsgesetz kritisch

Wien (OTS) - Franz Schnabl, Präsident des Arbeiter-Samariter-Bund
Österreichs (ASBÖ), äußert sich kritisch zum Hausbetreuungsgesetz,
das heute den Ministerrat passiert hat: "Die 24-Stunden-Pflege und
Betreuung ist ein großes Thema, das eine große Lösung braucht. Der
vorliegende Entwurf regelt mit dem Arbeitsrecht aber nur einen
kleinen Ausschnitt dieses Bereichs und zementiert ihn. Damit wird
eine sachgerechte Gesamtlösung in der Zukunft noch schwieriger."

Das heute im Ministerrat beschlossene Hausbetreuungsgesetz regelt
den arbeitsrechtlichen Teil der Rund-um-die-Uhr-Betreuung.
"Tatsächlich geht es aber bei der 24-Stunden-Pflege und Betreuung um
viel mehr", so Schnabl und er fordert, "ein dringendes Umdenken, das
der ASBÖ schon vergangenen Sommer in seinem 10-Punkte-Programm zur
Pflege und Betreuung dargestellt hat."

Die Kompetenzen sollten in einem Ministerium gebündelt und die
Kompetenzverteilung insgesamt überdacht werden (Einbindung der
Gemeinden unter fairem Finanzausgleich).

"Es sollte vom Pflegegeldsystem abgegangen und den Betroffenen die
Dienstleistung zur Verfügung gestellt werden. Dafür sollten die
Betroffenen einen Selbstbehalt zahlen, der einkommensabhängig und
nach unten hin gedeckelt ist. Abgewickelt werden könnte das -
ähnlich wie im Rettungsdienst - über die Gemeinden; die
Dienstleistung erbringen die Gemeinnützigen Organisationen, wie der
ASBÖ", schlägt Schnabl vor.

In jedem Fall sieht der ASBÖ, der seit geraumer Zeit wichtiger
Anbieter von mobilen Diensten ist, im vorliegenden Entwurf vor allem
die notwendige Qualitätssicherung nicht gewährleistet.

Rückfragehinweis:

Martina Vitek 
   Arbeiter-Samariter-Bund 
   
   Tel.: +43-1-89145-227 oder 0664 358 23 86
   E-Mail: [email protected]
   web: www.samariterbund.net

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