Welt-Landwirteverband beleuchtet nächste Woche in Wien globale Märkte

Österreich mit Hermann Schultes in IFAP-Exekutivausschuss vertreten

Wien (AIZ) - Der Welt-Landwirteverband IFAP hat Wien als Austragungsort für seine Tagung des Exekutivausschusses und der jährlichen Produktgruppenkonferenz 2007 ausgewählt. Von 23.04. bis 26.04.2007 werden Vertreter von 115 Landwirteverbänden in 80 Staaten im Palais Niederösterreich die aktuelle und künftige Entwicklung der globalen Agrarmärkte beleuchten und ihre Politik etwa in der laufenden Doha-Entwicklungsrunde der Welthandelsorganisation WTO koordinieren. Die in IFAP organisierten Bauernverbände vertreten 600 Millionen Landwirte rund um den Globus. IFAP-Präsident Jack Wilkinson (Kanada), der scheidende Präsident des EU-Landwirteverbandes COPA und Vorsitzende der Landwirtschaftskammer (LK) Österreich, Rudolf Schwarzböck, und Landwirtschaftsminister Josef Pröll werden die internationale Konferenz eröffnen. Österreich ist im zwanzigköpfigen Exekutivausschuss von IFAP, worin Europa sechs Mitglieder zustehen, durch den Präsidenten der LK Niederösterreich, Hermann Schultes, führend vertreten.

IFAP (International Federation of Agricultural Producers, Sitz Paris) erlangt als Berater internationaler Organisationen wie der UNO, FAO, OECD und neuerdings auch der WHO zunehmend an Bedeutung. Als eine der weltweit größten Nicht-Regierungsorganisationen NGO vertritt IFAP die Interessen der Landwirte auch in multilateralen Prozessen wie der WTO-Runde. Eines der politischen Hauptziele ist die Stärkung der Position der Landwirte in der Produktions- und Distributionskette von Lebensmitteln. Weitere Schwerpunkte sind Entwicklungszusammenarbeit, Umweltthemen, wie etwa die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft, die zentrale Bedeutung nachwachsender Rohstoffe.

Die IFAP-Produktgruppenkonferenz in Wien widmet sich Montagvormittags in parallelen Arbeitsgruppen den Bereichen Getreide und Ölsaaten, Fleisch und Futtermittel, Milchprodukten sowie tropischen Produkten. Themenstellungen der Plenartagungen Montagnachmittags und am Dienstag und Mittwoch werden unter anderem Situation und Ausblick für die Welt-Rohstoffmärkte, der Zugang von Kleinerzeugern in Entwicklungsländern zum Weltmarkt, Lebensmittelsicherheit, Aspekte der menschlichen Gesundheit und Tierschutz, Umwelt und natürliche Ressourcen, Zertifizierung, Etikettierung, Herkunftsbezeichnungen und Bildung von Regionalmarken sein. Weiters sucht IFAP bei dieser Tagung nach inhaltlichen und politischen Ansätzen in Fragen des Welthandels und der WTO-Runde, die Position der Landwirte in der Produktionskette zu stärken, die Landwirtschaft in die internationale Bioenergie-Plattform der FAO zu integrieren und Armut sowie Hunger in den ländlichen Regionen der Entwicklungsländer zu lindern.
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