• 14.04.2007, 09:25:17
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  • OTS0013 OTW0013

Schieder: Solidarität ermöglicht Lösung globaler Probleme

Mbalula: Solidarität kann nur gelebt werden, wenn politisch partizipiert wird

Wien (SK) - Bei vielen Themen sehen wir, dass unsere nationalen
Grenzen zu eng sind. Wir brauchen globale Lösungen", betonte der
internationale Sekretär der SPÖ und Nationalratsabgeordnete Andreas
Schieder am Freitag im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung der
Reihe "Junge Römer 07" unter dem Titel "The power of solidarity". Mit
Schieder diskutierte Fikile Mbalula, Präsident der IUSY.
Der SPÖ-Abgeordnete betonte, dass durch den Neoliberalismus ein Bild
kreiert worden sei, das besagt, jedes Individuum sei für sich selbst
verantwortlich. Diese Einstellung mache es natürlich schwer, den
Gedanken der Solidarität den Menschen näher zu bringen. Allerdings,
so Schieder, schade es insbesondere der Linken nicht, wenn moralische
Grundsätze wie die Solidarität hoch gehalten würden, denn, "wenn
anderen geholfen wird, dann hilft das auch uns".****

Schieder hielt fest, dass die Arbeiterbewegung in ihrer Geschichte
immer auf Internationalität ausgerichtet gewesen sei. Oftmals höre
man, dass früher die internationale Solidarität, insbesondere nach
dem zweiten Weltkrieg, besser funktioniert habe, erläuterte der
SPÖ-Politiker. Man müsse jedoch auch bedenken, dass man heute völlig
anderen Voraussetzungen gegenüber stehe, es sei komplizierter
geworden, Antworten auf weltumspannende Problemstellungen, wie
beispielsweise den Klimawandel, zu finden. Die Linke müsse daher eine
gemeinsame, globale Ideologie entwickeln und um diese durchsetzen zu
können, brauche es auch geeignete Werkzeuge. Man müsse sich fragen,
ob das Instrument der Sozialistischen Internationale nicht reformiert
gehöre.

Mbalula sprach in seinen Statements vor allem die
Politikverdrossenheit der Jugend an. Diese sei problematisch, denn
"wir können keine Solidarität leben, wenn nicht politisch
partizipiert wird". Ein hoher Organisationsgrad sei jedoch von großer
Bedeutung, denn nur so könnten politische Anliegen durchgesetzt
werden. Der Wert der Solidarität müsse von Seiten der Linken wieder
verstärkt hervorgehoben werden, denn "Solidarität kann nur von Linken
gelebt werden. Keine rechte Partei und kein Neoliberaler kümmert sich
um Solidarität." (Schluss) sw

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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