Schieder: Solidarität ermöglicht Lösung globaler Probleme

Mbalula: Solidarität kann nur gelebt werden, wenn politisch partizipiert wird

Wien (SK) - Bei vielen Themen sehen wir, dass unsere nationalen Grenzen zu eng sind. Wir brauchen globale Lösungen", betonte der internationale Sekretär der SPÖ und Nationalratsabgeordnete Andreas Schieder am Freitag im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung der Reihe "Junge Römer 07" unter dem Titel "The power of solidarity". Mit Schieder diskutierte Fikile Mbalula, Präsident der IUSY.
Der SPÖ-Abgeordnete betonte, dass durch den Neoliberalismus ein Bild kreiert worden sei, das besagt, jedes Individuum sei für sich selbst verantwortlich. Diese Einstellung mache es natürlich schwer, den Gedanken der Solidarität den Menschen näher zu bringen. Allerdings, so Schieder, schade es insbesondere der Linken nicht, wenn moralische Grundsätze wie die Solidarität hoch gehalten würden, denn, "wenn anderen geholfen wird, dann hilft das auch uns".****

Schieder hielt fest, dass die Arbeiterbewegung in ihrer Geschichte immer auf Internationalität ausgerichtet gewesen sei. Oftmals höre man, dass früher die internationale Solidarität, insbesondere nach dem zweiten Weltkrieg, besser funktioniert habe, erläuterte der SPÖ-Politiker. Man müsse jedoch auch bedenken, dass man heute völlig anderen Voraussetzungen gegenüber stehe, es sei komplizierter geworden, Antworten auf weltumspannende Problemstellungen, wie beispielsweise den Klimawandel, zu finden. Die Linke müsse daher eine gemeinsame, globale Ideologie entwickeln und um diese durchsetzen zu können, brauche es auch geeignete Werkzeuge. Man müsse sich fragen, ob das Instrument der Sozialistischen Internationale nicht reformiert gehöre.

Mbalula sprach in seinen Statements vor allem die Politikverdrossenheit der Jugend an. Diese sei problematisch, denn "wir können keine Solidarität leben, wenn nicht politisch partizipiert wird". Ein hoher Organisationsgrad sei jedoch von großer Bedeutung, denn nur so könnten politische Anliegen durchgesetzt werden. Der Wert der Solidarität müsse von Seiten der Linken wieder verstärkt hervorgehoben werden, denn "Solidarität kann nur von Linken gelebt werden. Keine rechte Partei und kein Neoliberaler kümmert sich um Solidarität." (Schluss) sw

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0002