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Neues Volksblatt: "Grüne Ideen" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 13. April 2007
Linz (OTS) - Repräsentanten der katholischen Kirche, ob Kleriker
oder Laien, sind in der Regel vor simpler Demagogie gefeit. Auch dem
Präsidenten des Katholischen Familienverbandes, dem Pädagogen
Johannes Fenz, kann niemand nachsagen, er sei ein argumentativer
Heißsporn. Umso bemerkenswerter ist seine Reaktion auf den Vorschlag
der Grünen NR-Präsidentin Eva Glawischnig, Abtreibung solle es auf
Krankenschein geben: Es sei nicht nachvollziehbar, dass man sich dem
Naturschutz verschreiben könne und gleichzeitig den Schutz des Lebens
mit Füßen trete.
In der Tötung Ungeborener eine einzufordernde Leistung des
Gesundheitssytems zu sehen, wirft tatsächlich ein eigenartiges Licht
auf die Grünen. Noch dazu, wo damit auch suggeriert wird,
Schwangerschaft sei eine Krankheit. Bemerkenswert ist, dass
Glawischnig mit ihrer Position innerhalb der Grünen auf keinerlei
Widerspruch stieß. Ein Umstand, der in der Gesamtbeurteilung dieser
Partei wohl stärker als bisher ein Rolle zu spielen hat. Und das
betrifft nicht nur die anderen Parteien, sondern auch die Kirche, in
der grüne Gedanken bislang immer wieder einmal auf fruchtbaren Boden
gefallen waren.
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