• 12.04.2007, 15:38:36
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  • OTS0264 OTW0264

Korrigierte Neufassung zu OTS 0230 von heute: Vizekanzler und Finanzminister Molterer und Staatssekretär Matznetter präsentieren Initiative "Holen Sie sich Ihr Geld zurück"

"Treuhänder der österreichischen Steuerzahler und Dienstleister für Bürgerinnen und Bürger"

Wien (OTS) - "Ich bin Treuhänder der österreichischen
Steuerzahler. Das Geld soll jenen zukommen, denen es zusteht. Holen
Sie sich daher die zu viel bezahlte Steuer durch das Ausfüllen der
Arbeitnehmerveranlagung zurück", so Vizekanzler und Finanzminister
Mag. Wilhelm Molterer bei der Präsentation der Initiative. "Mein
Politikverständnis ist ein modernes, bürgernahes und
serviceorientiertes. Wir sind Dienstleister für die Bürgerinnen und
Bürger. Das stellen wir hier wieder unter Beweis", so der
Vizekanzler. Finanzstaatssekretär Dr. Christoph Matznetter stellte
klar, dass den Antragstellern keinesfalls Geld abgezogen werde.

Heuer gibt es im Rahmen der Aktion "Holen Sie sich Ihr Geld zurück"
österreichweite Servicetage in allen Finanzämtern vom 16. bis 20.
April. Zusätzlich wird es einen "langen Dienstag" geben, an dem die
Finanzämter bis 19 Uhr geöffnet sind. An den Aktionstagen gibt es die
Möglichkeit spezieller individueller Beratung zur
Arbeitnehmerveranlagung und zu FinanzOnline.

Arbeitnehmerveranlagungen sind beim Finanzamt oder per Post möglich.
Immer öfter wird die Arbeitnehmerveranlagung über die
Internet-Anwendung "FinanzOnline" gemacht - dem Amtsweg per
Mausklick. Durch die Nutzung dieses innovativen Systems, das rund um
die Uhr zur Verfügung steht, kann die Verfahrensdauer deutlich
verkürzt werden. "Kundenfreundlicher heißt auch, dass die Leute
schneller zu Ihrem Geld kommen. Das kann dank FinanzOnline in 3 bis 4
Tagen der Fall sein. Das ist ein Mehrwert für unsere Kunden, die
Bürgerinnen und Bürger", so Molterer.

FinanzOnline ersetzt Papierarbeit durch einen durchgehend
elektronischen Arbeitsvorgang. Dadurch können Fehlerquellen auf ein
Minimum reduziert werden. "Außerdem steht dieses virtuelle Finanzamt
24 Stunden zur Verfügung. Das ist ein Zeichen für Servicequalität",
so Molterer.

Der Erfolg von FinanzOnline zeigt sich auch an der steigenden
Nutzerzahl. 2003 gab es insgesamt rund 130.000 Nutzer, 2007 waren es
bereits über 1,3 Millionen. Derzeit geben auch bereits 23,5% all
jener, die eine Arbeitnehmerveranlagung machen, diese per
FinanzOnline ab. 2002 waren es nur 4,5%.

Im Veranlagungsjahr 2005 gab es insgesamt 2,4 Mio.
Arbeitnehmerveranlagungen und 2,1 Mio. Gutschriftsfälle mit
Steuerrückzahlungen in der Höhe von ca. 0,9 Mrd. Euro. In den
vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Anträge um 25% gestiegen.
Derzeit lassen noch rund 500.000 Bürgerinnen und Bürger jährlich
geschätzte 200 Mio. Euro beim Finanzamt "liegen".

"Oft kommt es zum Beispiel auf Grund einer Gehaltsänderung oder eines
Arbeitgeberwechsel durch pauschalierte Abzüge zu zuviel einbehaltener
Steuer. Daher ist es wichtig, dass die Menschen Ihre
Arbeitnehmerveranlagung machen. Sie können dabei nur gewinnen", so
Staatssekretär Matznetter. Durch Steuerabsetzbeträge (z. B.
Alleinverdienerabsetzbetrag), Sonderausgaben (z. B. Kirchenbeitrag),
außergewöhnliche Belastungen (z. B. Katastrophenschäden) oder
Werbungskosten (z. B. Ausbildungskosten) könne die Steuerlast durch
eine Arbeitnehmerveranlagung verringert und erhebliche
Steuergutschriften ermöglicht werden. Matznetter wies darauf hin,
dass gerade Menschen mit niedrigem Einkommen, die keine Lohnsteuer
bezahlen, nur über eine Arbeitnehmerveranlagung den Anspruch auf
Negativsteuer geltend machen könnten. "Hier müssen wir die
Betroffenen darauf aufmerksam machen, dass sie nur durch eine
Steuererklärung eine Gutschrift bekommen", so der Staatssekretär.

"Der weitere Ausbau von FinanzOnline ist auch ein Zeichen, dass das
Finanzministerium ein Motor bei der Verwaltungsvereinfachung und der
Verwaltungsreform ist und bleibt. Dazu zählen neben dem Ausbau von
FinanzOnline auch andere Modernisierungsprojekte wie die E-Rechnung
für Unternehmer oder die E-Bilanz", so Molterer.

Die Vorreiterrolle des Finanzministeriums unterstrich auch
Staatssekretär Matznetter. "Wir werden unseren Weg in Richtung
E-Government konsequent fortsetzen. Dazu zählt auch die
vorausgefüllte Steuererklärung. Dies wird den Bürgerinnen und Bürgern
noch mehr Erleichterung bringen", schloss Matznetter.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Finanzen
   Mag. Harald Friedl
   Sprecher des Vizekanzlers
   und Bundesministers für Finanzen
   Tel.: (++43-1) 514 33 - 1915
   Fax:  (++43-1) 512 62 00
   mailto:[email protected]

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