- 12.04.2007, 14:59:32
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Spotmarkt in Rotterdam sorgt weiterhin für hohes Preisniveau
Wenig Gestaltungsspielraum für Mineralölfirmen an den Zapfsäulen
Wien (OTS) - 91% des Treibstoffpreises kann nicht von den
Unternehmen in Österreich gesteuert werden. Der Fachverband der
Mineralölindustrie weist darauf hin, dass für die Preise an den
Zapfsäulen die Notierungen am europäischen Spotmarkt in Rotterdam
ausschlaggebend sind und die Mineralölfirmen nur sehr wenig
Gestaltungsspielraum haben. Benzin und Diesel sind weltweit in den
letzten Monaten stark angestiegen. Kurzfristige Preisrückgänge ändern
nichts an dieser Tendenz.
"Hintergrund für die derzeitigen Preise an den Tankstellen sind
die Notierungen am europäischen Spotmarkt in Rotterdam. Benzin und
Diesel sind weltweit so teuer wie noch nie in diesem Jahr", erklärt
Dr. Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachverbands der
Mineralölindustrie. Wenn man beispielsweise die Entwicklung der
Notierungen von Euro Super und Diesel in Euro/ Tonne vom 27.2. bis
zum 11.4. hernimmt, ergibt sich langfristig folgender Anstieg:
Euro Super
27.2: 476 Euro/ Tonne
11.4: 517 Euro/Tonne
Diesel
27.2: 434 Euro/Tonne
11.4: 456 Euro/Tonne.
91% des Treibstoffpreises können generell nicht von den
Unternehmen in Österreich gesteuert werden. Der Produkt-Faktor
beträgt derzeit 37% und beinhaltet die generellen Kosten und
Rahmenbedingungen der Ölaufbringung. Hierin enthalten sind
Rohölpreis, Verarbeitung, primäre Transportkosten, Raffineriemargen
und Regionalaufschlag der Raffinerien, Pflichtnotstandsreserve und
Lagerkosten. Der mit 54 % größte Faktor sind die Steuern für
Mineralöl und Umsatz, die an den Staat abgeliefert werden müssen
(Benzin und Diesel gewichtet).
Der seitens der Unternehmen beim Treibstoffverkauf einzig
beeinflussbare Faktor, aus dem sich der Betrieb und somit das
Überleben dieses Unternehmensbereiches speist, beträgt lediglich 9%
(dieser Wert darf keinesfalls mit dem Gewinn verwechselt werden).
Darin enthalten sind auch Gebäude- und Grundstückskosten,
Umwelttechnik, Instandhaltung und Wartung, Energie, Personal und
Provisionen, Vertriebs- und sekundäre Transportkosten, Forschung und
Entwicklung, Verzinsung und Gewinn.
Die österreichischen Treibstoffpreise im EU-Vergleich
Trotz der geringen Preisbeeinflussung durch die
Mineralölunternehmen erweisen sich die Treibstoffpreise in Österreich
im EU-weiten Durchschnitt als wettbewerbsfähig. Nicht nur die
Nachbarländer Italien und Deutschland tanken teurer - wöchentliche
EU-weite Preisvergleiche bescheinigen dem österreichischen Markt
Pumpenpreise, die bei Benzin in der Regel um 15 bis 18 Cent und bei
Diesel um 8 bis 10 Cent unter dem EU-Durchschnitt liegen.
Über den FVMI
Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite
Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als
gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und
Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die
Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren
(midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien
verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).
Elektronische Presseaussendungen
Seit 1. März 2006 gelten in Österreich auch für den Versand
elektronischer Presseaussendungen neue Bestimmungen (§107
Telekommunikationsgesetz). Wenn Sie in Zukunft keine elektronischen
Presseaussendungen mehr erhalten wollen, dann antworten Sie bitte auf
dieses Mail mit dem Betreff "Keine Presseinformation". Wir werden Sie
dann sofort aus allen Verteilern streichen.
Rückfragehinweis:
Pressestelle Fachverband der Mineralölindustrie ikp - Kommunikationsplanung und Öffentlichkeitsarbeit Mag. Maria Wedenig Liechtensteinstraße 12/10 1090 Wien Tel.: +43 1 5247790-16 mailto:[email protected]
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