Stadlbauer: Erste weibliche Uni-Rektorin verhindert!

Männlicher Kandidat kommt statt der eindeutigen Favoritin Clementine Deliss zum Zug

Wien (SK) - Sehr verwundert zeigte sich heute die SP-Bundesgeschäftsführerin Bettina Stadlbauer ob der Entscheidung, dass der Kandidat Stefan Schmidt-Wulffen statt der erstgereihten Clementine Deliss an der Akademie der bildenden Künste Wien als Rektor zum Zug kommt. "Es ist eine klassische Frauendiskriminierung wenn statt der erstgereihten weiblichen Kandidatin der dahinter gereihte Mann als Rektor bestellt wird", so Stadlbauer, Mitglied des Wissenschaftsausschusses, am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Stadlbauer appelliert an den Uni-Rat, die Entscheidung nochmals zu überdenken, da sich auch die Akademie der bildenden Künste im Ausschreibungstext eindeutig für einen erhöhten Frauenanteil in Leitungspositionen ausgesprochen hat. Weiters hat sich die Akademie der bildenden Künste klar zu antidiskriminierenden Maßnahmen verpflichtet. Die Mitglieder des Uni-Rates sind noch eine Altlast der ehemaligen Bundesministerin Gehrer, es ist daher anzunehmen, dass die Entscheidung nicht auf Basis von Qualifikation getroffen wurde, sondern auf der eines rückständigen Gesellschaftsbildes.

"Auch wenn die Empfehlung des Senates keine rechtliche Bindung hat, so ist der Uni-Rat aufgefordert die Leistung einer weiblichen Kandidatin anzuerkennen, zumal es sich bei Frau Celine Deliss um eine anerkannte Wissenschafterin handelt und sie die erste weibliche Kandidatin an der Akademie der bildenden Künste wäre", meinte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer abschließend. (Schluss) up/mp

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