Foglar zu Böhler/Voest: Aufatmen für Böhler-Belegschaft

Industriepolitik prinzipiell diskutieren

Wien (GMTN/ÖGB) - "Diese rein österreichische Lösung für Böhler-Uddeholm ist aus Sicht der Unternehmen und Beschäftigten beider Konzerne und der Gewerkschaften natürlich die optimale Lösung", sagt Erich Foglar, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN), zu den heute bekannt gewordenen Übernahmeplänen der Voestalpine für Böhler-Uddeholm.++++

"Für die Belegschaft von Böhler-Uddeholm ist diese österreichische Lösung - das heißt die Übernahme der Mehrheit der Böhler-Uddeholm-Aktien durch die Voestalpine - ein Ende der Verunsicherung und der Weg in eine gesicherte Zukunft mit einem österreichischen Eigentümer", so Foglar. "Beide Unternehmen behaupten sich erfolgreich am Weltmarkt und können sich gemeinsam noch stärker positionieren." Ein Zusammenschluss der beiden Unternehmen wäre laut Foglar sowohl aus nationaler als auch aus internationaler Sicht sinnvoll. "In beiden Unternehmen gibt es stark verankerte Belegschaftsvertretungen, auch das ist ein Vorteil für die Beschäftigten und garantiert, dass in dieser wichtigen Frage die Mitbestimmung gesichert ist."

Foglar bekräftigte angesichts der heutigen Entwicklung die Notwendigkeit, prinzipiell über Industriepolitik zu diskutieren, "denn es kann nicht jedes Mal die Voest als Retter einspringen bzw. ist ja die Voest selbst nicht vor einem Übernahmeangebot gefeit. Daher brauchen wir eine grundsätzliche Lösung, die strategisches Eigentum in industriellen Schlüsselunternehmen prinzipiell durch österreichische Kernaktionäre sichert. Hier ist politische Verantwortung wahrzunehmen, und dafür müssen die Rahmenbedingungen und Instrumente - Stichwort Neuausrichtung der ÖIAG - geschaffen werden."

ÖGB, 29. März 2007 Nr. 224

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