Wlodkowski: Alternative Legehennenhaltung nicht zu Grabe tragen

Landwirtschaftskammer fordert sofortige Zusicherung der Umstellungsförderung

Graz (AIZ) - Der steirische Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski protestierte heute heftig gegen die Blockade der SPÖ in der Landesregierung, den Hühnerhaltern keine Umstellungsförderung zu gewähren. "Damit wird die Entwicklung der alternativen Legehennenhaltung - Bodenhaltung, Freilandhaltung und Biohaltung - zu Grabe getragen. Es ist grotesk, dass tierfreundliche Haltungsformen vom Bundestierschutzgesetz vorgeschrieben werden, den Bauern für die kostenintensive Umstellung auf Alternativhaltung eine Unterstützung zugesichert und dann im Handumdrehen diese Zusage gebrochen wird", stellte Wlodkowski fest. Er verlangte eine sofortige Zusicherung der Umstellungsförderung an die Geflügelbauern, zumal diese Gelder dafür ja reserviert seien.

"Die Blockade der Umstellungsförderung ist ein deutliches Signal gegen tierfreundliche Haltungsformen bei den Legehennen und gegen die landwirtschaftlichen Betriebe. Ohne Umstellungsförderung werden die Bauern die extrem kostenintensiven Umstiege von Käfighaltung auf alternative Haltungsformen nicht schaffen. Rund eine Million alternative Legehennenplätze können so in der Steiermark nicht realisiert werden", gab der Präsident zu bedenken.

"Andere Bundesländer haben die Problematik sehr wohl erkannt und gewähren gerechte Umstellungsförderungen. Diese betragen in Oberösterreich bis zu 31% und in Niederösterreich bis zu 35%. In der Steiermark wäre ohnehin ein Fördersatz von 26% zum Tragen gekommen", ergänzte Wlodkowski.

Das österreichische Bundestierschutzgesetz erlaubt bekanntlich die Käfighaltung nur mehr bis Ende 2008, in der Europäischen Union wird sie erst ab 2012 verboten. Die Steiermark ist bei den alternativen Haltungsformen seit Jahren ein Pionierland. Knapp die Hälfte der Legehennen wird bereits alternativ gehalten.
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