• 29.03.2007, 13:43:44
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Wlodkowski: Alternative Legehennenhaltung nicht zu Grabe tragen

Landwirtschaftskammer fordert sofortige Zusicherung der Umstellungsförderung

Graz (AIZ) - Der steirische Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard
Wlodkowski protestierte heute heftig gegen die Blockade der SPÖ in
der Landesregierung, den Hühnerhaltern keine Umstellungsförderung zu
gewähren. "Damit wird die Entwicklung der alternativen
Legehennenhaltung - Bodenhaltung, Freilandhaltung und Biohaltung - zu
Grabe getragen. Es ist grotesk, dass tierfreundliche Haltungsformen
vom Bundestierschutzgesetz vorgeschrieben werden, den Bauern für die
kostenintensive Umstellung auf Alternativhaltung eine Unterstützung
zugesichert und dann im Handumdrehen diese Zusage gebrochen wird",
stellte Wlodkowski fest. Er verlangte eine sofortige Zusicherung der
Umstellungsförderung an die Geflügelbauern, zumal diese Gelder dafür
ja reserviert seien.

"Die Blockade der Umstellungsförderung ist ein deutliches Signal
gegen tierfreundliche Haltungsformen bei den Legehennen und gegen die
landwirtschaftlichen Betriebe. Ohne Umstellungsförderung werden die
Bauern die extrem kostenintensiven Umstiege von Käfighaltung auf
alternative Haltungsformen nicht schaffen. Rund eine Million
alternative Legehennenplätze können so in der Steiermark nicht
realisiert werden", gab der Präsident zu bedenken.

"Andere Bundesländer haben die Problematik sehr wohl erkannt und
gewähren gerechte Umstellungsförderungen. Diese betragen in
Oberösterreich bis zu 31% und in Niederösterreich bis zu 35%. In der
Steiermark wäre ohnehin ein Fördersatz von 26% zum Tragen gekommen",
ergänzte Wlodkowski.

Das österreichische Bundestierschutzgesetz erlaubt bekanntlich die
Käfighaltung nur mehr bis Ende 2008, in der Europäischen Union wird
sie erst ab 2012 verboten. Die Steiermark ist bei den alternativen
Haltungsformen seit Jahren ein Pionierland. Knapp die Hälfte der
Legehennen wird bereits alternativ gehalten.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel: 01/533-18-43, mailto:[email protected]
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

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