- 28.03.2007, 10:59:00
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Fanny Rasul ist Spitzenkandidatin der GRAS bei ÖH-Wahlen 2007
Herr Gusenbauer, lassen sie die Zugangsbeschränkungen auslaufen!
Wien (OTS) - Die Grünen & Alternativen StudentInnen (GRAS)
präsentierten bei der heutigen Pressekonferenz zum Auftakt der
ÖH-Wahlen 2007 ihre Spitzenkandidatin Fanny Rasul. Die 22-Jährige
Politikwissenschaftstudentin ist schon seit ihrer Schulzeit politisch
aktiv. Die gebürtige Kurdin aus dem Irak war Schulsprecherin, Teil
des SchülerInnenparlaments und ist seit 2005 bildungspolitische
Referentin der ÖH.
Erste Kernforderung von Rasul: "Herr Gusenbauer, lassen sie die bis
Wintersemester 07/08 befristeten Zugangsbeschränkungen auslaufen! So
kann die SPÖ beweisen, dass ihr die Probleme der Studierenden genau
so am Herzen liegen wie der ÖVP die Abschaffung der
Erbschaftssteuer!"
Der Paragraph 124b im Universitätsgesetz, welcher die Beschränkung
des Zuganges für Studierende zu acht Studienrichtungen regelt, wird
2008 - gleich wie die Erbschaftssteuer dieses Jahr - auslaufen. "Dies
wäre eine gute Gelegenheit für die SPÖ, einmal nicht umzufallen:
aussitzen heißt die Devise", meint die GRAS-Spitzenkandidatin. "Auch
wenn es die Sozialdemokratie scheinbar vergessen hat: Bildung ist ein
öffentliches Gut und muss für Alle zugänglich sein", erinnert Rasul.
"Es gibt sie, die bildungspolitischen Alternativen und die GRAS wird
nicht müde, für sie zu kämpfen", erklärt Rasul und verweist auf die
vier Kernpunkte der GRAS im ÖH-Wahlkampf:
- Gegen Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen - Die GRAS fordert
eine Erhöhung der öffentlichen Ausgaben für Bildung auf mindestens 2%
des BIPs. Bildung und Universitäten sind keine Ware und die
Studierenden keine KonsumentInnen.
- Gleichstellung Ausländischer Studierender mit Österreichischen
Studierenden - jetzt! Daher fordert die GRAS das passive Wahlrecht
für alle Studierenden, eine Abschaffung der doppelten Studiengebühren
für Studierende aus nicht EWR-Ländern und den Zugang zum Arbeitsmarkt
für alle Studierenden.
- Mehr Frauen in Entscheidungsgremien und Positionen der
Universitäten. Die GRAS fordert gelebten Feminismus an der
Universität, um dem Androzentrismus in der Lehre ein Ende zu setzen.
- Studieren ist ein Vollzeitjob - trotzdem müssen 80% der
Studierenden nebenbei arbeiten. Daher fordert die GRAS eine klare
Erhöhung und eine Verlängerung der Bezugsdauer von Stipendien und
Beihilfen sowie ein Abschaffen der Studiengebühren.
Ziel der GRAS in der ÖH-Wahl 2007 ist es, wieder österreichweit
stimmenstärkste Fraktion der ÖH zu werden, um weiterhin eine starke
und widerständige - ergo linke - ÖH zu garantieren. "Österreichs
Studierende brauchen weiterhin eine lebendige und laute Stimme, die
Alternativen aufzeigt und keinen Kuschelkurs mit der Regierung
einschlägt", bekräftigt Rasul.
Koalitionen mit dem RFS (Ring freiheitlicher Studenten) und der
ÖVP-Aktionsgemeinschaft werden ausgeschlossen.
Die GRAS geht widerständig und lebendig in den diesjährigen
ÖH-Wahlkampf!
Rückfragehinweis:
Flora Eder & Christoph Schlemmer 0650/3301782
[email protected] [email protected], www.gras.at
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