• 25.03.2007, 17:54:45
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Caritas-Delegation wohlbehalten aus dem Kongo zurück

Caritas OÖ-Auslandshilfechef Mülleder: "Das Schlimmste war die Sorge um die KollegInnen"

Wien (OTS) - "Das Schlimmste war die Sorge um die Kolleginnen, die
mitten in der Stadt aushalten mussten, denn wir selbst waren am Rande
der Stadt in Sicherheit", erinnert sich Christoph Mülleder,
Auslandshilfechef der Caritas Oberösterreich an die vergangenen,
bangenTage. Gemeinsam mit vier weiteren Oberösterreichern, darunter
drei Journalisten, ist er am Sonntag Nachmittag müde, aber
wohlbehalten und erleichtert aus dem Kongo nach Hause zurückgekehrt.
Jetzt ist Mülleder vor allem froh, dass er wieder im Kreise seiner
Familie ist.
Die Salzburgerin Nicole Ebner, die als Volontärin im Café Mozart
arbeitete, sowie eine weitere Caritas-Mitarbeiterin werden spätestens
am Dienstag die Heimreise aus dem Kongo antreten.

Nachdem in der Hauptstadt Kinshasa heftige Kämpfe zwischen
Rebellen und Regierungstruppen ausgebrochen waren, saß die Gruppe aus
Oberösterreich seit Donnerstag Abend in einem Kloster am Stadtrand
fest. Eine Salzburger Volontärin und eine weitere
Caritas-Mitarbeiterin befanden sich beim Ausbruch der Kämpfe in
Gebäuden innerhalb der Gefahrenzone. Am Freitag hatte sich die Lage
in Kinshasa wieder entspannt.

"Der beklemmendste Moment war wohl am Freitag, dem zweiten Tag der
Kampfhandlungen, als wir im Morgengrauen von Bomben- und
Granatendetonationen und heftigem MG-Feuer geweckt wurden und wir
nicht wussten, ob sich die Kämpfe auf das gesamte Stadtgebiet
ausweiten", erzählt Friedrich Mayrhofer, ehemaliger Auslandshilfechef
der Caritas Oberösterreich und Vertreter der Stiftung St. Severin
nach seiner Ankunft.

So wie die anderen freut sich Josef Wallner von der Kirchenzeitung
Linz jetzt erst einmal, wieder zuhause zu sein: "Trotz allem halte
ich es für wichtig, dass die Caritas im Kongo mit ihrer Hilfe präsent
bleibt. Denn das Café Mozart schafft für Jugendliche Arbeitsplätze
und gibt jungen Menschen Vertrauen in die Zukunft. Nichts ist in
diesem Land notwendiger."

Zweck der Reise war die Eröffnung des "Café Mozart" im
Stadtzentrum von Kinshasa, das ehemaligen Straßenkindern durch die
Ausbildung zum Bäcker und Konditor bessere Zukunftschancen
ermöglichen soll.

Das Hilfsprojekt das von Salesianerinnen Don Boscos in
Zusammenarbeit mit der Caritas betrieben wird, sowie die anderen
Kongo-Projekte gehen plangemäß weiter, betont
Caritas-Auslandshilfechef Christoph Petrik-Schweifer. "Die Caritas
ist dort, wo es den Menschen am schlechtesten geht und der Kongo
gehört da eindeutig dazu. Das Risiko wird nicht gesucht, aber nur
dort zu helfen, wo es kein Risiko gibt, heißt auf die Hilfe für die
Ärmsten zu verzichten." In generell gefährlichen Regionen würden
Österreichische Caritas-MitarbeiterInnen freilich abgezogen.

Rückfragehinweis:
Silke Ruprechtsberger, Caritas Österreich - Kommunikation
Tel: 0664/82 66 909

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