Grillitsch fordert Ende der Debatte um Erbschaftssteuer

Falsche Behauptungen werden eine längst überholte Steuerphilosophie auch nicht retten

Wien (AIZ) - Das "endgültige Aus der lähmenden Debatte über die Erbschaftssteuer" forderte heute in einer Aussendung Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch. Durch den Entscheid des Verfassungsgerichtshofs und die Ankündigung von Vizekanzler Willi Molterer, der als Finanzminister die Steuer im kommenden Jahr auslaufen lässt, seien weitere Diskussionen müßig, sagte Grillitsch. Auch Bundeskanzler Alfred Gusenbauer habe bereits öffentlich erklärt, dass er diese Entscheidung akzeptiere. "Dazu sollte die SPÖ jetzt auch stehen", verlangte der Bauernbundchef.

Es werde auch nichts nützen, wenn im Nachhinein versucht werde, den falschen Eindruck zu erwecken, dass die Erbschaftssteuer eine "Reichensteuer" sei und für sozialen Ausgleich sorge. "Das Gegenteil ist der Fall", erklärte Grillitsch. Durch die Abschaffung der Erbschaftssteuer würden jährlich 62.000 Klein- und Mittelbetriebe entlastet werden. Auch für viele kleinere bäuerliche Betriebe sei es von großer Bedeutung, wenn Hofübernehmer nicht aus steuerlichen Gründen gleich einmal Schulden machen müssten.

"Die Abschaffung der Erbschaftssteuer entlastet vor allem den Mittelstand", betonte Grillitsch. Auch die Eintreibung der Erbschafts- und Schenkungssteuer komme sehr teuer. "Da kostet oft die Suppe mehr als das Fleisch. Falsche Behauptungen, die da jetzt von Teilen der SPÖ und den Grünen in Umlauf gebracht werden, können eine längst überholte Steuerphilosophie auch nicht mehr retten", schloss Grillitsch.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel: 01/533-18-43, pressedienst@aiz.info
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIZ0001