• 16.03.2007, 09:50:33
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  • OTS0059 OTW0059

Faire Wettbewerbsbedingungen für Dualen Rundfunk - ein Europäisches Anliegen!

Wien (OTS) - Einen fairen Wettbewerb zwischen
öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk vermissen die
Interessenvertretungen privater Radios in Österreich, der Schweiz und
Deutschland. In einem Treffen am 13. März 2007 in Wien kritisierten
Vertreter des Verbandes der Österreichischen Privatsender (VÖP), des
Verbandes Schweizer Privatradios (VSP) und der deutschen
Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) die Bevorzugung des
gebührenfinanzierten Rundfunks in vielen Bereichen.

"Die bessere Ausstattung der öffentlich rechtlichen
Rundfunkanstalten mit den wertvollen UKW-Frequenzen gerade in
Österreich und Deutschland ist längst bekannt, die Politik ist
gefordert, einen Ausgleich zu schaffen", formuliert Christian
Stögmüller (VÖP) die Position des privaten Rundfunks. Stattdessen
lasse die Medienpolitik vielfach einen Ausbau des öffentlichen
Rundfunkssektors zu Lasten der Privaten zu. Als Beispiel nennt er
neue Spartensender wie "TW1" des ORF in Österreich.

"Mit Gebührengeldern wird eine Expansion in Bereiche der privaten
Medienwirtschaft finanziert", kritisiert Jürg Bachmann (VSP). Die
Öffentlich-Rechtlichen würden immer öfter und immer stärker in
Bereichen aktiv, die traditionell dem privaten Rundfunk gehörten. Als
Beispiele nennt Bachmann die ausufernden Online-Angebote,
wettbewerbsbehindernde Vermarktungspraktiken oder gebührenfinanzierte
Spartenprogramme.

Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit sehen die deutschsprachigen
Privatfunkverbände bei der Digitalisierung der Übertragungswege.
"Europaweit werden in diesen Monaten die Ressourcen der Märkte für
die nächsten Jahrzehnte aufgeteilt", betont Frank Böhnke (APR) die
Bedeutung der aktuell geführten Diskussion. In allen drei Ländern
müsse dafür Sorge getragen werden, dass lokale und regionale
Medieninhalte auch in der digitalen Welt vorkommen. Nicht die
möglichst großflächige Verbreitung von "Content" der
Mobilfunkbetreiber dürfe im Vordergrund der Überlegungen stehen,
sondern Erhalt und Ausbau der vielfältigen, lokal und regional
geprägten Rundfunklandschaft. "Es geht nicht um den Verkauf von
Klingeltönen und Computerspielen in einem möglichst großen,
beispielsweise dem deutschsprachigen Wirtschaftsraum, sondern es geht
um Informationen und Service für die Menschen in ihrem örtlichen
Lebensbereich", beschreibt Frank Böhnke die medienpolitische
Zielsetzung. Daher müssten die im Jahr 2006 international
festgelegten digitalen Frequenzen mit Blick auf lokale und regionale
Kommunikationsräume verwendet werden.

Übereinstimmend mahnen VÖP, VSP und APR die Medienpolitik in den
drei Ländern, bei der gegenwärtigen Diskussion um die Frequenzbänder
der internationalen Wellenkonferenz RRC06 nicht zu vergessen, dass
das UKW-Band weiterentwickelt werden muss. Das schließt die Prüfung
von digitalen Technologien wie DRM+ oder HD-Radio gerade für lokale
und regionale Angebote ein. Eine Versteigerung von Rundfunkfrequenzen
lehnen schließlich alle drei Radioverbände ab.

Unter der Bezeichnung "D-A-CH" wollen VÖP, VSP und APR ihre
Zusammenarbeit bei grenzüberschreitenden Themen fortsetzen.

Rückfragehinweis:

Verband Österreichischer Privatsender    
   Wiedner Hauptstraße 63, A-1045 Wien
   Mag. Christian Stögmüller (Vorsitzender)  
   Tel.: +43.732.7607.102
   mailto:[email protected]
   
   Mag. Rene Tritscher (Geschäftsführer)
   Tel.: +43(0)590900.3173
   mailto:[email protected]
   
   Verband Schweizer Privatradios (VSP)   
   Kreuzstrasse 26, CH-8032 Zürich
   Jürg Bachmann, Präsident   
   mailto:[email protected]
   
   Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR)   
   Friedrichstraße 22, D-80801 München
   Dr. Stephan Ory, Geschäftsführer   
   Tel.: +49/6806/920292
   mailto:[email protected]

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