• 15.03.2007, 09:00:00
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Wasserstraße Donau ist der umweltfreundlichste Verkehrsweg

Wien (OTS) - Die Binnenschifffahrt ist der umweltschonendste und
effektivste Verkehrsträger und verfügt über ausreichend Kapazitäten.
Gerade für die Bewältigung des im Zuge der EU-Osterweiterung enorm
gestiegenen Verkehrsaufkommens im Donaukorridor bietet die Donau gute
Möglichkeiten. Der Donaukorridor ist der am schnellsten wachsende
Güterverkehrskorridor Österreichs, alleine im Zeitraum 1994-2005 hat
der grenzüberschreitende Güterverkehr um 23%, der LKW-Transitverkehr
um 500% zugenommen. Eine stärkere Nutzung der Wasserstraße Donau -
wie im Nationalen Aktionsplan Donauschifffahrt vorgesehen - bedeutet
für Österreich eine jährliche Einsparung von 100.000 Tonnen CO2 und
somit einen Beitrag zum Kyoto-Ziel.

Die Kosten-Nutzen-Analyse des Nationalen Aktionsplans
Donauschifffahrt (NAP) ergab, dass durch gezielte Förderung der
Donauschifffahrt jährlich rund 5 Mio. Tonnen Güter von der Straße auf
die Wasserstraße verlagert werden können. Dies entspricht mindestens
500.000 LKW und einer jährlichen Reduktion von ca. 100.000 Tonnen
CO2. auf österreichischem Gebiet, insgesamt sogar von 400.000 t. Bei
Umsetzung des NAP betragen die Gesamtersparnisse an externen Kosten
durch Verlagerungseffekte von der Straße bzw. der Schiene auf das
Binnenschiff jährlich mindestens 13 Mio. Euro.

via donau Geschäftsführer Manfred Seitz: "Die prognostizierte
Zunahme des Verkehrs und der damit verbundene dramatische Anstieg der
CO2-Emissionen macht es unerlässlich, die Donauschifffahrt zu
forcieren. Ich freue mich, dass angesichts der aktuellen
Klimadiskussion das Potenzial der Donauschifffahrt auch in der
breiten Öffentlichkeit anerkannt wird. via donau arbeitet seit ihrem
Bestehen daran, die technischen und infrastrukturellen
Rahmenbedingungen der Schifffahrt zu verbessern und so mehr
Gütertransporte auf die Donau zu verlagern."

Die Donauschifffahrt bietet im Vergleich zu anderen
Verkehrsträgern wesentlich größere Transportkapazitäten pro
Transporteinheit: So entspricht ein Schubverband mit 3.700 Tonnen
Ladung der Kapazität von ca. 90 Eisenbahnwaggons bzw. rund 150 LKW.
Auch bei den externen Kosten liegt das Binnenschiff klar vor allen
anderen Verkehrsträgern. Es verursacht im Vergleich zum LKW weniger
als ein Drittel an Unfall-, Lärm-, Schadstoff -und Klimakosten.

Verdoppelung der Transporte ohne zusätzliche Umweltbelastung

Ziel der österreichischen Verkehrspolitik ist eine Verdoppelung
der aktuell auf der österreichischen Donau transportierten 12
Millionen Tonnen Güter auf 25 bis 29 Millionen Tonnen bis zum Jahre
2015. Mit der Aufnahme des Nationalen Aktionsplan Donauschifffahrt in
das Regierungsprogramm hat Österreich ein deutliches Bekenntnis zur
Binnenschifffahrt abgelegt, mit dem aktuellen Budget 2007/2008 ist
nun auch die Umsetzung der prioritären Maßnahmen finanziell
gesichert.

Im Infrastrukturbereich wird das Flussbauliche Gesamtprojekt auf
der Donau östlich von Wien realisiert. Dieses Projekt schafft
einerseits gesicherte Fahrwasserverhältnisse im betroffenen
Streckenabschnitt und sichert andererseits den Nationalpark Donauauen
langfristig in seiner ökologischen Funktionsfähigkeit. Damit wird
erstmals eine Win-Win Situation für Wirtschaft und Umwelt realisiert.

Im Rahmen des NAP werden auch Aktivitäten gesetzt, um die hohe
Umweltverträglichkeit der Schifffahrt zu halten bzw. noch zu
steigern. Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen im Bereich von
emissionsarmen Schiffsmotoren, der Einsatz moderner
Telematikanwendungen zur Senkung des Treibstoffverbrauchs und zur
weiteren Erhöhung der Sicherheit sowie Fördermöglichkeiten für
innovative und umweltfreundliche Schiffsneubauten sind Teil des
Maßnahmenplans.

Rückfragehinweis:

via donau - Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH
   Mag. Eva Michlits
   1220 Wien, Donau-City-Straße 1
   Tel: 050 4321 1400
   mailto:[email protected] 
   www.via-donau.org

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