- 14.03.2007, 13:55:42
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GBH-Muchitsch:"Facharbeiter aus dem Osten sind ein Schuss ins eigene Knie!"
"Wir müssen das Problem Facharbeitermangel auf nationaler Ebene lösen"
Leibnitz/Wien (GBH/ÖGB) - Die Einigung der Bundesregierung, 800
Facharbeiter aus den neuen EU-Staaten zu genehmigen, scheint nicht so
einfach umzusetzen zu sein wie angedacht. Schließlich hat sich
herausgestellt, dass auch die "Ostländer" über einen
Facharbeitermangel klagen. Josef Muchitsch, Stv. Bundesvorsitzender
der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH), warnt davor, die angeblichen
Probleme zum Thema Facharbeitermangel durch ausländische
Arbeitskräfte lösen zu wollen. Muchitsch: "Kurzfristig könnte dies
durchaus eine Lösung sein, langfristig gesehen werden damit jedoch
nicht unsere nationalen Probleme der Jugendarbeitslosigkeit und
Arbeitslosigkeit der Älteren gelöst." ++++
Dazu einige Zahlen: Von den derzeit mehr als 276.000 Arbeitslosen
in Österreich dauert für 66 Prozent die Arbeitslosigkeit nicht länger
als drei Monate. Weitere zwölf Prozent finden innerhalb von sechs
Monaten wieder einen neuen Arbeitsplatz. Es gilt, die restlichen 22
Prozent, das ergibt rund 60.000 Arbeitssuchende, zu analysieren, für
den Arbeitsmarkt "fit" zu machen und Rahmenbedingungen und Anreize
für die Wirtschaft anzubieten. Muchitsch vermutet, dass ein Großteil
dieser 60.000 "Langzeitarbeitslosen" und Suchenden überwiegend
Jugendliche ohne Lehrstellen bzw. Arbeitsplatz und ältere Menschen,
die in Firmen "abgebaut" wurden, sind.
Mit der Beschäftigung von Arbeitnehmern aus den östlichen
Nachbarländern droht auch die Gefahr von Lohndumping. Eine aktuelle
Studie im Burgenland ergab, dass ungarische ArbeitnehmerInnen um 20
Prozent niedrigere Löhne und Gehälter beziehen als Einheimische.
Muchitsch, auch Landessekretär der Gewerkschaft Bau-Holz
Steiermark, will den steirischen ÖVP-Wirtschaftslandesrat Christian
Buchmann und die steirische Bauwirtschaft einladen, mit ihm gemeinsam
die steirischen sozialpartnerschaftlichen Erfolgsprojekte
Winterbauoffensive und Qualifizierungsoffensive Bau dem
Wirtschaftsminister Bartenstein vorzustellen. Muchitsch: "Mit unseren
steirischen Projekten haben wir bewiesen, wie man einem
Facharbeitermangel entgegnet und Ganzjahresbeschäftigung auslösen
kann. Mein Ziel ist es, diese Projekte bundesweit zu thematisieren
und umzusetzen."
ÖGB, 14. März 2007 Nr. 186
Rückfragehinweis:
Abg. z. NR Josef "Beppo" Muchitsch Mobil: 0664/614 55 42 [email protected] Thomas Trabi Mobil: 0664/8409 630 [email protected] www.josef-muchitsch.at www.bau-holz.at
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