• 14.03.2007, 13:19:03
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  • OTS0202 OTW0202

GBH: Schon im März Ozongefahr für Bauarbeiter!

Holper: Ozonbelastungen endlich gesetzlich berücksichtigen!

Wien (GBH/ÖGB) -
Bereits Mitte März wurde in Wien heuer erstmals die
Ozon-Informationsschwelle überschritten. Schon jetzt werden
gefährdete Personen aufgefordert, auf anstrengende Tätigkeiten im
Freien zu verzichten. Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz
(GBH), Johann Holper, ist alarmiert: "Das bedeutet für die
Bauarbeiter, die diesen Empfehlungen ja auch bei einer bestehenden
Gefährdung nicht folgen können, dass es in diesem Jahr wahrscheinlich
zu besonders hohen Belastungen kommen wird." ++++

Bauarbeiter sind durch ihre dauernde Arbeit im Freien einer
beträchtlichen Gefährdung durch UV-Strahlung und Ozon ausgesetzt.
Darauf hat die GBH in den vergangenen Jahren immer wieder
hingewiesen. Gleichzeitig gab es seitens der GBH aber auch immer
wieder Aktionen, in denen die Bauarbeiter informiert und mit
Sonnencremes, Kappen, Brillen uvm. ausgerüstet wurden. Holper: "Noch
in diesem Frühjahr wird die GBH gemeinsam mit der Allgemeinen
Unfallversicherungsanstalt (AUVA) eine Sonnenschutz-Aktion starten.
Dass der Zeitpunkt keinesfalls zu früh gewählt wurde, beweisen nicht
zuletzt die hohen Ozonwerte der vergangenen Tage. Auch die
UV-Strahlung ist bereits im Frühjahr sehr hoch. Aber: Gegen
UV-Strahlung können Bauarbeiter sich zu einem gewissen Maß schützen,
der Ozon-Belastung sind sie schutzlos ausgeliefert!"

Die Gewerkschaft Bau-Holz erinnert deshalb nochmals an ihre
Forderung, das Gesundheitsrisiko durch bodennahes Ozon durch
Einstellen der Arbeit bei Ozonbelastung zu verringern. Holper: "Ich
fordere die politisch Verantwortlichen auf, die Gesundheitsgefährdung
durch Ozon endlich in die Regelung des
Bauarbeiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetzes einzubeziehen. Diese
Forderung wurde seitens der Politik jahrelang verschleppt und
ignoriert. Angesichts der bereits im März prekären Ozon-Werte ist nun
dringender Handlungsbedarf gegeben!"

ÖGB, 14. März 2007 Nr. 185

Rückfragehinweis:

Gewerkschaft Bau-Holz
   Presse und Öffentlichkeitsarbeit
   Mag. Sonja Schmid
   Tel. 01/40147-246
   Fax: 01/40147-314
   E-Mail: [email protected]
   www.bau-holz.at

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