Prammer: Intensiver Dialog mit NGOs auch in Zukunft

Wien (SK) - Nationalratspräsidentin Barbara Prammer lud am
Dienstag ins Parlament zur Präsentation des "CEDAW-Berichts" (Österreich und die UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau). Über den CEDAW-Bericht und den dazu erschienen Schattenbericht, von unabhängigen Expertinnen und Frauenorganisationen, diskutierten Elisabeth Kögler, Karin Tertinegg, Rosa Logar und Sybille Pirklbauer unter der Moderation von SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek. ****

1979 wurde die Frauenrechtskonvention beschlossen und 1982 von Österreich ratifiziert. Obwohl die Konvention nun schon 25 Jahre alt sei, "hat sie nichts an Aktualität eingebüßt", attestierte Prammer. Der 6. periodische Bericht der "CEDAW" (Convention on the Elimination of all forms of Discrimination Against Woman) sei ein guter Anlass zu sehen, wie die NGOs das kommentieren, was von politischer Seite als Frauenschwerpunkte festgelegt wurde, so Prammer.

Als "spannend" bezeichnete die Nationalratspräsidentin die Kooperation von NGOs und Regierung in diesem Bereich. "Aus engstem Dialog zwischen Politik und NGOs, auch wenn die Auseinandersetzungen oft sehr strittig waren, ist immer etwas Fruchtbringendes hervorgegangen", so Prammer. Sie werde auch in Zukunft alles daran setzen, dass der Dialog intensiv bleibt. So sei auch der Schattenbericht, der die Situation der Frauen in Österreich kritisch beleuchte, gleichzeitig aber auch Anregungen für Änderungen beinhalte, ein wichtiger Aspekt dieser Zusammenarbeit.

Heinisch-Hosek: Endlich wieder frischer Wind bei Frauenpolitik

Heinisch-Hosek zeigte sich erfreut, dass "statt einem lauen Lüftchen, nun endlich wieder frischer Wind" in der Frauenpolitik wehe. Die neue Frauenministerin werde die "Dinge angehen", so Heinisch-Hosek. Auch wenn der CEDAW-Bericht nur einen "Empfehlungscharakter" habe, entstehe doch ein "gewisser Druck etwas zu verändern". Sie sei erfreut, dass sich ein Großteil der Forderungen der Diskussionsteilnehmerinnen, im Regierungsübereinkommen wiederfinde. Es sei nötig, dass bei einem solchen Thema alle Parteien "an einem Strang ziehen", so Heinisch-Hosek abschließend. (Schluss) ar

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0010