UNO-Empfehlungen an Österreich: Bekämpfung von Gewalt an Frauen mit Aktionsplan und bewusstseinsbildenden Maßnahmen verstärken

Heute Veranstaltung im Parlament zu CEDAW-Konvention

Wien (OTS) - Die UNO empfiehlt Österreich unverzüglich einen umfassenden Aktionsplan zur Prävention von Gewalt an Frauen in Beziehungen und in der Familie zu erstellen. Dies geht aus den aktuellen Empfehlungen des UN-Komitees für die Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau (CEDAW) an die Bundesregierung hervor. Neben der raschen Umsetzung eines Aktionsplans empfiehlt das Komitee der Regierung weiters bewusstseinsbildende Maßnahmen zu fördern, die Zusammenarbeit mit den Gewaltschutzeinrichtungen zu verstärken sowie den Ausbau von Frauenhilfseinrichtungen zu forcieren und diese mit adäquaten Mitteln auszustatten. "Diese Empfehlungen decken sich mit unseren Forderungen und sind eine wichtige Unterstützung für unsere Arbeit", kommentiert Mag.a Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser, den Bericht des CEDAW-Komitees.

Dieses habe mit seinen Empfehlungen eine sehr umfassende Bestandsaufnahme über die Lebenssituation von Frauen in Österreich geliefert und widme sich auch besonders der Bekämpfung von Gewalt an Frauen. Die CEDAW-Konvention, die von Österreich ratifiziert wurde, ist völkerrechtlich bindend. Deshalb sei die österreichische Bundesregierung aufgerufen, die Kritikpunkte des Komitees nicht gering zu schätzen, sondern alles zu tun, um diese zu korrigieren, erklärt Rösslhumer. Weiters betont sie, die neue Bundesministerin für Frauen habe durch die angekündigte Erhöhung der Budgets für Interventionsstellen bereits gezeigt, dass die Bekämpfung von Gewalt an Frauen für sie kein Randthema sei. Nun sei es wichtig, alle Ankündigungen schnell in die Tat umzusetzen.

Die UNO-Empfehlungen werden heute um 16.00 Uhr im Rahmen einer Veranstaltung im Parlament vorgestellt und kritisch diskutiert.
Die Empfehlungen des UN-Komitees werden Interessierten auf Wunsch gerne zugeschickt.

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Maria Rösslhumer, Informationsstelle gegen Gewalt,
Tel. 01/544 08 20, 0664/7930789

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