- 13.03.2007, 12:17:28
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UNO-Empfehlungen an Österreich: Bekämpfung von Gewalt an Frauen mit Aktionsplan und bewusstseinsbildenden Maßnahmen verstärken
Heute Veranstaltung im Parlament zu CEDAW-Konvention
Wien (OTS) - Die UNO empfiehlt Österreich unverzüglich einen
umfassenden Aktionsplan zur Prävention von Gewalt an Frauen in
Beziehungen und in der Familie zu erstellen. Dies geht aus den
aktuellen Empfehlungen des UN-Komitees für die Beseitigung jeder Form
der Diskriminierung der Frau (CEDAW) an die Bundesregierung hervor.
Neben der raschen Umsetzung eines Aktionsplans empfiehlt das Komitee
der Regierung weiters bewusstseinsbildende Maßnahmen zu fördern, die
Zusammenarbeit mit den Gewaltschutzeinrichtungen zu verstärken sowie
den Ausbau von Frauenhilfseinrichtungen zu forcieren und diese mit
adäquaten Mitteln auszustatten. "Diese Empfehlungen decken sich mit
unseren Forderungen und sind eine wichtige Unterstützung für unsere
Arbeit", kommentiert Mag.a Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des
Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser, den Bericht des
CEDAW-Komitees.
Dieses habe mit seinen Empfehlungen eine sehr umfassende
Bestandsaufnahme über die Lebenssituation von Frauen in Österreich
geliefert und widme sich auch besonders der Bekämpfung von Gewalt an
Frauen. Die CEDAW-Konvention, die von Österreich ratifiziert wurde,
ist völkerrechtlich bindend. Deshalb sei die österreichische
Bundesregierung aufgerufen, die Kritikpunkte des Komitees nicht
gering zu schätzen, sondern alles zu tun, um diese zu korrigieren,
erklärt Rösslhumer. Weiters betont sie, die neue Bundesministerin für
Frauen habe durch die angekündigte Erhöhung der Budgets für
Interventionsstellen bereits gezeigt, dass die Bekämpfung von Gewalt
an Frauen für sie kein Randthema sei. Nun sei es wichtig, alle
Ankündigungen schnell in die Tat umzusetzen.
Die UNO-Empfehlungen werden heute um 16.00 Uhr im Rahmen einer
Veranstaltung im Parlament vorgestellt und kritisch diskutiert.
Die Empfehlungen des UN-Komitees werden Interessierten auf Wunsch
gerne zugeschickt.
Rückfragehinweis:
Mag.a Maria Rösslhumer, Informationsstelle gegen Gewalt,
Tel. 01/544 08 20, 0664/7930789
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