Strache: Fußball-EM: Präventivhaft kann kein geeignetes Mittel sein

Gewalttätiges Hooligan-Unwesen ist klar zu verurteilen - Einschränkung der Bürgerrechte wäre allerdings verfassungswidrig

Wien (OTS) - "Offenbar will Innenminister Platter aus Österreich
so etwas wie ein kleines Guantanamo machen, zumindest während der Fußball Europameisterschaft 2008", stellte FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache in Bezug auf die geplanten Maßnahmen von Innenminister Platter, möglicherweise gewalttätige Fußballfans vorsorglich in Gewahrsam zu nehmen, fest.

Das Sicherheitskonzept für die EURO 2008 müsse vom Innenministerium so ausgearbeitet werden, dass keinesfalls Bürgerrechte eingeschränkt würden. Österreich würde sonst eine grobe Verletzung der Menschenrechte begehen. "So etwas lehnen wir von der FPÖ strikt ab", so Strache, der gleichzeitig klar zum Ausdruck bringt, dass Gewalt bei sportlichen Großereignissen allerdings unter keinen Umständen toleriert werden dürfe. "Platter setzt mit seinen Plänen aber ein Zeichen, das eine Tendenz aufweist, die wir uns für Österreich nicht wünschen", meinte Strache. Man müsse sich auch fragen, wo eine solche "Präventivhaft" dann enden solle. "Wer definiert, wer ein Hooligan ist?" Hier würde der Willkür Tür und Tor geöffnet. Mit einem demokratischen Rechtsstaat sei das nicht vereinbar.

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