Plass: Wirtschaftskammer als Klub der Vermögensbesitzer?

Grüne Wirtschaft für Modernisierung der Erbschafts- und Vermögenssteuer

Wien (OTS) - "Während die Proteste gegen die von der Regierung geplante Erhöhung der Lohnnebenkosten rasch verhallt sind, kämpft die Kammer an vorderster Front gegen die Erbschaftssteuer. Christoph Leitl und Reinhold Mitterlehner machen die Kammer immer mehr zu einem Klub der Vermögensbesitzer", meint Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft.

Nach Meinung der Grünen Wirtschaft ist eine moderate Erhöhung der Vermögensbesteuerung bei gleichzeitiger aufkommensneutraler Senkung der Lohnnebenkosten im Interesse der meisten Unternehmen. "Beschäftigungs- und wachstumspolitisch ist es fatal, dass wir international eine einzigartig hohe steuerliche Belastung der menschlichen Arbeitskraft haben und andererseits als Vermögenssteuerparadies gelten. Österreich hat eines der leistungsfeindlichsten Steuersysteme der Welt, und die Wirtschaftskammer arbeitet daran, diesen Zustand weiter zu verschärfen", so Plass.

Wie auch bereits das WIFO in seinem Weißbuch gefordert habe, gelte es ein innovatives und gerechtes Vermögensbesteuerungsmodell des 21. Jahrhunderts zu entwickeln. Darin müssten unternehmerische Erfordernisse bei der Betriebsübergabe - etwa durch eine Erstreckung der Steuerlast über zehn Jahre - ebenso berücksichtigt werden wie raumplanerische Gesichtspunkte bei der Grundsteuer und der gewandelte Familienbegriff bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Nicht zuletzt könne man bei der großen Menge an dringend notwendigen Zukunftsinvestitionen auch nicht einfach auf 140 Millionen Euro Steueraufkommen verzichten.

Für diese Debatte stehe mehr als ein Jahr zur Verfügung, meint Plass:
"Das ist Zeit genug für den Wirtschaftsbund, um über die wahren Interessen der österreichischen Unternehmen nachzudenken!"

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Volker Plass, 0676/303 22 60

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