• 05.03.2007, 19:10:35
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Neues Volksblatt: "Refombedarf" (vonn Markus Ebert)

Ausgabe vom 6. März 2007

Linz (OTS) - In Wien darf ein 15-Jähriger um halb zwölf Uhr nachts
bei einem Campingplatzbuffet seinen Durst löschen. In Salzburg darf
derselbe Bursch überhaupt nur bis 23 Uhr wegbleiben. So ist das mit
dem Jugendschutz. Andere Länder, andere Sitten. Nur: Ob das sein
muss, ist ein Frage, die endlich einmal beantwortet werden sollte.
Denn in Zeiten größtmöglicher Mobilität sollten die jungen Leute
zumindest innerhalb der eigenen Staatsgrenzen von einer einzigen
Rechtslage ausgehen dürfen. Um es plakativ auszudrücken: Beim Kampf
gegen das Kampftrinken dürfte es wirklich keinen Unterschied zwischen
den Bundesländern geben. Ein - bisher nicht existentes -
einheitliches Jugendschutzgesetz ist einmal mehr ein schönes Beispiel
dafür, dass es für eine Staats- und Verwaltungsreform höchste
Eisenbahn ist. Dass schon einige Minister in dieser Causa einen
Anlauf genommen haben, aber mit ihrem Anliegen abgeblitzt sind,
stellt auch den Verantwortlichen in den Ländern kein besonders gutes
Zeugnis aus. Mit einer rechtlichen Flurbereinigung beim Jugendschutz
ist den jungen Leuten zumindest genau so gut gedient wie mit der
Erlaubnis, dass sie ab 16 an die Urnen dürfen.

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Neues Volksblatt
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