- 05.03.2007, 11:19:33
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Polizeigewerkschaft fordert Aufklärung über PAD-System
EDV-Rohrkrepierer muss vollkommen überarbeitet werden
Wien (PG/ÖGB) - "Die Probleme beim neuen EDV-System sind nicht nur
auf technische Kinderkrankheiten oder auf zu schwache Datenleitungen
zurückzuführen. Mit kosmetischen Änderungen lässt sich da nichts mehr
richten", stellt Harald Segall, der Vorsitzende des Fachausschusses
der Personalvertretung der Wien Polizei, fest und fordert Aufklärung
darüber, wer für diesen EDV-Rohrkrepierer verantwortlich ist und über
die Höhe der Kosten.++++
Die Grundidee, ein österreichweites einheitliches EDV-System wie
es das PAD-System (PAD steht für Protokollieren, Anzeigen, Daten)
sein sollte, einzuführen, sei durchaus zu begrüßen. "Es sollte aber
auch funktionieren und praktikabel sein. Vor allem Bedarf es einer
guten Vorbereitung und einer entsprechenden Einschulung der
BeamtInnen", kritisiert Segall. Der Polizeigewerkschafter fordert
daher Aufklärung. Segall: "Ich will wissen wie der Auftrag lautete,
wer dafür verantwortlich ist und wie hoch die Kosten sind."
Weiters fordert der Polizeigewerkschafter, dass PolizistInnen
grundsätzlich von der Verwaltungsarbeit befreit werden. Durch den vor
Jahren groß angekündigten sogenannten Verwaltungsabbau gehen die
PolizistInnen in den Polizeiinspektionen regelrecht in
Verwaltungsarbeit unter. Dies wäre selbst bei einem funktionierenden
EDV-System der Fall. Segall: "PolizistInnen haben bei den Menschen zu
sein. Es ist ihre Aufgabe für die Sicherheit der Bevölkerung zu
sorgen. Aktenberge zu 'bewachen' ist wahrlich keine Aufgabe für
PolizistInnen."(ff)
ÖGB, 5. März 2007 Nr.
158
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