- 13.02.2007, 11:48:11
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SOS-Tsunami-Projekte vor Ort gut verankert und im Plan
Innsbruck (OTS) - In der gestrigen Presseinfo aus dem Büro von
Landeshauptmann Jörg Haider zum Thema "Kärnten-Dorf" hieß es, dass so
gut wie jede Hilfsorganisation, die sich im Tsunami-Gebiet bewegt,
organisatorische Probleme habe. Als Beispiel wurde SOS-Kinderdorf
genannt und aus einer Presseinfo vom 22.12.2006 Folgendes zitiert:
"Nach wie vor bereiten bürokratische Hürden, wechselnde politische
Gesetzeslagen und politische Spannungen Probleme". Diese Passage ist
aus dem Zusammenhang gerissen und bezog sich ausschließlich auf die
politisch instabile Lage im Osten Sri Lankas.
SOS-Kinderdorf International hat bis zum heutigen Tag im
Tsunami-Gebiet (Indien, Indonesien, Sri Lanka und Thailand) insgesamt
2.200 Häuser in zerstörten Fischerdörfern neu errichtet und großteils
an die Familien und Kinder übergeben. Sieben neue SOS-Kinderdörfer
sind in Bau, zahlreiche verwaiste Kinder aber schon aufgenommen, die
in Übergangsquartieren leben - in Banda Aceh z.B. 36 Kinder, die im
Sommer ins neue SOS-Kinderdorf übersiedeln werden. Was aus
pädagogischer Sicht auch wichtig ist: 13 SOS-Kinderdorf-Mütter
absolvieren gerade ihre Ausbildung, um für die spätere
verantwortungsvolle Aufgabe gut gerüstet zu sein.
SOS-Kinderdorf hat schon wenige Tage nach dem Tsunami davor
gewarnt, "in Schnellschüssen" Prestige-Projekte europäischen
Zuschnitts zu erzwingen, und auf bewährte Strategie gesetzt:
Erfahrene heimische SOS-Mitarbeiter haben in Abstimmung mit den
lokalen Behörden einen 3-Phasen-Plan entwickelt, der den kulturellen
Unterschieden und politischen Möglichkeiten gerecht wurde.
In Phase 1 ging es um rasche Nothilfemaßnahmen der ersten
Wochen/Monate. In Phase 2 wurden Übergangsquartiere errichtet und
parallel dazu zerstörte Fischerdörfer wieder aufgebaut. Und erst in
Phase 3 wurde mit dem Bau neuer SOS-Kinderdörfer begonnen. Die
Unsyiah-UN-Habitat das Wohn- und Siedlungsprogramm der Vereinten
Nationen, hat in Bandah Aceh alle internationalen Hilfswerke geprüft
und SOS-Kinderdorf mit der Bestnote 10 bewertet. Befragt wurden
Betroffene, deren Häuser von Hilfsorganisationen wieder aufgebaut
wurden.
Im Text des Kärntner Landespressedienstes steht weiters, dass
SOS-Kinderdorf von den 5,6 Millionen Euro an Spendeneinnahmen für die
Tsunami-Opfer "erst 2 Millionen für Tsunami-Projekte einzusetzen
vermochte." Auch das ist nicht richtig. Denn Tatsache ist, dass
SOS-Kinderdorf Österreich im Sinne nachhaltig wirkender Hilfsprojekte
die SOS-Nachhaltigkeits-Foundation ins Leben rief, um die
langfristige Finanzierung der Tsunami-Projekte zu sichern. Damit ist
nun auch der Unterhalt der Kinder in den SOS-Kinderdörferm für die
nächsten 10-12 Jahre gesichert.
SOS-Mitarbeiter vor Ort, die seit Jahrzehnten für SOS-Kinderdorf
tätig sind und die politisch gesellschaftliche Lage gut kennen, haben
nicht nur Schritt für Schritt die Tsunami-Projekte vor Ort entwickelt
und umgesetzt, sondern garantieren auch die notwendige Akzeptanz, das
Vertrauen und vor allem die sinnhafte und sorgsame Verwendung der
Spendengelder und Hilfsmaßnahmen.
Rückfragehinweis:
Angelika Schwaiger, SOS-Kinderdorf Partner- und Auslandsprogramme mailto:[email protected] Tel. 0512/5918-307 Viktor Trager SOS-Kinderdorf Österreich Kommunikation/Presse Stafflerstraße 10 a, 6020 Innsbruck Tel. 0512/5918-221 (mobil: 0664/4264634) mailto:[email protected] www.sos-kinderdorf.at
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