SOS-Tsunami-Projekte vor Ort gut verankert und im Plan

Innsbruck (OTS) - In der gestrigen Presseinfo aus dem Büro von Landeshauptmann Jörg Haider zum Thema "Kärnten-Dorf" hieß es, dass so gut wie jede Hilfsorganisation, die sich im Tsunami-Gebiet bewegt, organisatorische Probleme habe. Als Beispiel wurde SOS-Kinderdorf genannt und aus einer Presseinfo vom 22.12.2006 Folgendes zitiert:
"Nach wie vor bereiten bürokratische Hürden, wechselnde politische Gesetzeslagen und politische Spannungen Probleme". Diese Passage ist aus dem Zusammenhang gerissen und bezog sich ausschließlich auf die politisch instabile Lage im Osten Sri Lankas.

SOS-Kinderdorf International hat bis zum heutigen Tag im Tsunami-Gebiet (Indien, Indonesien, Sri Lanka und Thailand) insgesamt 2.200 Häuser in zerstörten Fischerdörfern neu errichtet und großteils an die Familien und Kinder übergeben. Sieben neue SOS-Kinderdörfer sind in Bau, zahlreiche verwaiste Kinder aber schon aufgenommen, die in Übergangsquartieren leben - in Banda Aceh z.B. 36 Kinder, die im Sommer ins neue SOS-Kinderdorf übersiedeln werden. Was aus pädagogischer Sicht auch wichtig ist: 13 SOS-Kinderdorf-Mütter absolvieren gerade ihre Ausbildung, um für die spätere verantwortungsvolle Aufgabe gut gerüstet zu sein.

SOS-Kinderdorf hat schon wenige Tage nach dem Tsunami davor gewarnt, "in Schnellschüssen" Prestige-Projekte europäischen Zuschnitts zu erzwingen, und auf bewährte Strategie gesetzt:
Erfahrene heimische SOS-Mitarbeiter haben in Abstimmung mit den lokalen Behörden einen 3-Phasen-Plan entwickelt, der den kulturellen Unterschieden und politischen Möglichkeiten gerecht wurde.

In Phase 1 ging es um rasche Nothilfemaßnahmen der ersten Wochen/Monate. In Phase 2 wurden Übergangsquartiere errichtet und parallel dazu zerstörte Fischerdörfer wieder aufgebaut. Und erst in Phase 3 wurde mit dem Bau neuer SOS-Kinderdörfer begonnen. Die Unsyiah-UN-Habitat das Wohn- und Siedlungsprogramm der Vereinten Nationen, hat in Bandah Aceh alle internationalen Hilfswerke geprüft und SOS-Kinderdorf mit der Bestnote 10 bewertet. Befragt wurden Betroffene, deren Häuser von Hilfsorganisationen wieder aufgebaut wurden.

Im Text des Kärntner Landespressedienstes steht weiters, dass SOS-Kinderdorf von den 5,6 Millionen Euro an Spendeneinnahmen für die Tsunami-Opfer "erst 2 Millionen für Tsunami-Projekte einzusetzen vermochte." Auch das ist nicht richtig. Denn Tatsache ist, dass SOS-Kinderdorf Österreich im Sinne nachhaltig wirkender Hilfsprojekte die SOS-Nachhaltigkeits-Foundation ins Leben rief, um die langfristige Finanzierung der Tsunami-Projekte zu sichern. Damit ist nun auch der Unterhalt der Kinder in den SOS-Kinderdörferm für die nächsten 10-12 Jahre gesichert.

SOS-Mitarbeiter vor Ort, die seit Jahrzehnten für SOS-Kinderdorf tätig sind und die politisch gesellschaftliche Lage gut kennen, haben nicht nur Schritt für Schritt die Tsunami-Projekte vor Ort entwickelt und umgesetzt, sondern garantieren auch die notwendige Akzeptanz, das Vertrauen und vor allem die sinnhafte und sorgsame Verwendung der Spendengelder und Hilfsmaßnahmen.

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