- 12.02.2007, 14:31:27
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Kärnten-Dorf stößt auf Probleme, wie viele andere Tsunami-Hilfsprojekte
Jeder gespendete Euro zweckmäßig eingesetzt
Klagenfurt (LPD) - Der indonesische Honorarkonsul für Kärnen,
Christian Bradach, und das Bürgerbüro von Landeshauptmann Jörg Haider
erklärten heute, Montag, dass intensiv daran gearbeitet werde, dass
das mit Spendengeldern der Kärntner und öffentlichen Zuschüssen
errichtete Kärnten-Dorf in dem vom Tsunami verwüsteten Banda Aceh
seinem Zweck entsprechend genutzt werden könne.
Das Ziel bleibe nach wie vor, dass Kinder, welche bei der
Katastrophe ihre Eltern verloren haben, eine Zuhause und optimale
Möglichkeiten für ihre Entwicklung finden. In welcher Form dies
geschehe, ob als klassisches Waisenhaus in der bei uns bekannten
Ausformung oder als Unterkunft für Großfamilien, welche obdachlose
Kinder von verunglückten Angehörigen aufgenommen haben, sei dabei
nicht entscheidend.
Fest stehe, dass jeder Euro, der von Kärntnern und Osttirolern
gespendet wurde oder von Land und Bund bereitgestellt wurde,
zweckgemäß im Kinderdorf in Aceh eingesetzt worden sei, betonten
Bradach und der Leiter des Bürgerbüros, Siegfried Wuzella. Sogar die
indonesische Behörde für Wiederaufbau lobe das Projekt, weil es in
seiner Bau-Qualität vorbildhaft für andere sei.
Fest stehe weiters, dass so gut wie jede Hilfsorganisation, die
sich im Tsunami-Gebiet bewegt, organisatorische Probleme habe. So
erklärte die Hilfsorganisation SOS-Kinderdorf in einer Aussendung am
22.12.2006 via APA-OTS: "Nach wie vor bereiten bürokratische Hürden,
wechselnde Gesetzeslagen und politische Spannungen Probleme."
SOS-Kinderdorf bestätigte auch, dass sie von den 5,6 Millionen Euro,
die sie an Spenden für die Tsunami-Opfer eingenommen habe, erst zwei
Millionen für Tsunami-Projekte einzusetzen vermochte. Die
Fertigstellung des SOS-Kinderdorfes Banda Aceh ist demnach erst für
Ende 2007 geplant.
Dieser Vergleich zeige, dass das von Landeshauptmann Haider
initiierte Projekt sogar einen erheblichen Zeitvorsprung gegenüber
anderen Hilfsmaßnahmen habe.
Es sei natürlich für alle Beteiligten bedauerlich und
frustrierend, dass es trotz der großen Armut in Aceh Hindernisse bei
der Inbetriebnahme des Kärntendorfes gebe. Der Bedarf für die
Unterkünfte ist leider in Übermaß vorhanden. Viele Familien, die
teilweise vier und fünf Waisen bei sich aufgenommen haben, leben in
schwierigsten Verhältnisse.
Jetzt gehe es daher darum, alle organisatorischen Maßnahmen zu
treffen, damit diese notleidenden Menschen das Kärnten-Dorf nutzen
können, sagten Bradach und Wuzella. Die Kärntner Verantwortlichen
sind zuversichtlich, dass dies in den nächsten Wochen gelingen wird.
Es wurde bereits ein Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor
Ort rekrutiert. Was noch fehle, sei eine geeignete Führungskraft.
"Wir bedauern die Verzögerungen bei der Inbetriebnahme. Sie lagen
nicht in unserem Bereich. Wir konnten nicht damit rechnen, dass es
auf lokaler Ebene zu solchen Problemen kommen wird. Aber wir sind
zuversichtlich, dass wir diese überwinden und das Kärntendorf
immerhin noch früher als andere Projekte seiner Bestimmung zugeführt
werden kann. Maßgeblich ist, dass Kinder nach der Katastrophe wieder
Hoffnung schöpfen können, weniger wichtig ist die äußere Form"
erklärten Bradach und Wuzella.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at
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