- 07.02.2007, 15:32:15
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Verband Österreichischer Privatsender befürwortet Vorstoß von VP-Mediensprecher Morak zur Stärkung des dualen Systems
Wien (OTS) - Als "sehr positiv" bewertet der Vorstand des Verbands
österreichischer Privatsender den Vorstoß von VP-Mediensprecher Franz
Morak zu medienpolitischen Grundsatzfragen, der am heutigen Mittwoch
über die APA verbreitet wurde.
"Grundsatzfragen zur weiteren Entwicklung des Medienstandorts
Österreich in eine digitale Zukunft, und den weiteren Auf- und Ausbau
des dualen Rundfunks als demokratiepolitischem Garant einer freien
und unabhängigen Berichterstattung" sieht VÖP-Vorstand Christian
Stögmüller von VP-Mediensprecher Morak "konstruktiv und
zukunftsorientiert" betrachtet.
Der VÖP sieht sich in wesentlichen Forderungen der letzten Monate
bekräftigt, durch eine aktive Medienförderung privater
Rundfunkveranstalter, die Evaluierung der Werbebeschränkungen des ORF
im Sinne einer weiteren Einschränkung der Werbeaktivitäten und einer
strengeren Definition und Prüfung des öffentlich rechtlichen Auftrags
sowie durch eine Ausdehnung der Kompetenzen der Medienbehörde in
Richtung Überwachung des ORF den dualen Rundfunk und damit den
Medienstandort Österreich zu kräftigen.
"Die Unabhängigkeit der Medienbehörde, auch im Hinblick auf eine
strengere Überwachung des ORF wird von den Privatsendern mehr als
begrüsst", so Stögmüller. "Im Sinne eines fairen Wettbewerbs geht es
uns dabei nur um die Inhalte, personal- oder parteipolitische
Dispositionen müssen hintanstehen". Auch die Ausführungen von ORF-GI
Alexander Wrabetz stoßen auf Interesse: "Wrabetz wird sich an seinen
Aussagen zu öffentlich-rechtlichem Mehrwert und Programm schöpfung
messen lassen müssen. Ein Mehr an Inhalt darf aber niemals zu Lasten
des privaten Marktes und ausgeweiteter Werberegelungen erfolgen, das
würde den öffentlich-rechtlichen Auftrag konterkarrieren", so
Stögmüller.
Der Schritt in die digitale Zukunft des Rundfunks muss den
Privaten Sendern durch eine umfangreiche Medienförderung ermöglicht
werden. "Die Gebührenregelung verzerrt derzeit nicht nur das Agieren
im normalen Arbeitsumfeld zwischen ORF und den privaten Betreibern,
sie verschafft dem ORF auch einen kaum aufzuholenden Vorsprung beim
Einstieg in digitale Medien und Verbreitungswege", führt Stögmüller
weiter aus.
Eine besondere Bedrohung ortet man im Verband Österreichischer
Privatsender im Umstand, dass derzeit bei den Privaten nicht nur die
Mittel zum Einstieg in die digitalen Verbreitungswege fehlen, sondern
darüber hinaus auf programmlicher Ebene durch Spartenkanäle
klassische Märkte privater Sender besetzt werden sollen.
"Wir fordern die Medienpolitik hier auf, noch mehr auf eine klare
Definition des öffentlich-rechlichen Auftrags hinzuwirken und
Regelungen zu garantieren, die einen transparenten Einsatz der
Gebühren ohne Mischfinanzierungen garantieren!" so Stögmüller.
Der Verband Österreichischer Privatsender unterstützt die
Offensive zur Umsetzung der von der Koalition vereinbarten
Medienförderung, und weist auf die dringlichen Darstellungen und
Gespräche mit den Regierungsparteien in den letzten Monaten hin. "30
Millionen sind im Vergleich zum Gebühren- und Mittelaufkommen des ORF
ein kleiner Schritt, der aber eine sehr vernünftige Richtung führt",
so Stögmüller.
Zum Verband Österreichischer Privatsender siehe auch www.voep.at .
Rückfragehinweis:
Mag. Christian Stögmüller e-mail: [email protected] Mag. René Tritscher e-mail: [email protected] Verband Österreichischer Privatsender Wiedner Hauptstrasse 63, 1045 Wien Tel. +43 / 590900 / 3173 Fax +43 / 590900 / 3178 E-Mail: [email protected]
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