• 07.02.2007, 11:42:38
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Grünewald: Hospizdienste als Studiengebühren-Ersatz Affront gegen Todkranke

Grüne fordern erneut Abschaffung der Studiengebühren

Wien (OTS) - "Die Debatte um gemeinnützige Arbeit von Studierenden
nimmt langsam schon den Charakter der Sendung ‚Wer will mich’ an",
kommentiert der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald
sarkastisch. Als schwer verständlich bezeichnet er die von SPÖ
Wissenschaftssprecher Broukal wieder angezogene Diskussion über
Hospizdienste von Studierenden. "Hat man immer noch nicht begriffen,
dass dies einem Affront gegenüber unheilbar Kranken und Sterbenden
gleichkommt und ebenso einer Geringschätzung von hochprofessionellen
Gesundheits- und Sozialberufen. Währende für viele prominente
PolitikerInnen im Krankheitsfall gerade noch ein Professor oder
Primar gut genug ist, sollen bei Sterbenden Studierende um sechs Euro
Hilfe leisten", kritisiert Grünewald.

Grünewald appelliert nachdrücklich sich vor Augen zu halten, dass
Studieren meist mehr als eine 40 Stundenwoche erfordert und jetzt
schon weit über 70 Prozent der Studierenden sich den Lebensunterhalt
während des Studiums durch Erwerbsarbeit verdienen müssen. "Es fragt
sich bei diesen Fakten schon, ob sechzig zusätzliche Arbeitsstunden
nicht zu weiteren Studienverzögerungen führen, die sich niemand
wünschen kann. Gemeinnützige Arbeit verliert ihren positiven Wert,
wenn sie nicht freiwillig, sondern notgedrungen geleistet werden
muss, was bei Studierenden aus ärmeren Schichten ja fast schon einer
Zwangsrekrutierung gleichkommt", gibt Grünewald zu bedenken. Er
erneuert die Forderung der Grünen nach Abschaffung der
Studiengebühren. "Den jungen Menschen muss endlich das Gefühl gegeben
werden, an den Universitäten willkommen zu sein und nicht durch
Billigarbeit einem Sozial- und Bildungsstaat beim Sparen zu helfen".

Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]

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