MARKET-Umfrage: Wirtschaft stellt SPÖ & Gusenbauer bescheidenes Zeugnis aus

Österreichweite Befragung Ende Jänner 07

Wien (OTS) - Nur 5 Prozent der Wirtschaftstreibenden haben vom SPÖ-Vorsitzenden und Bundeskanzler Alfred Gusenbauer derzeit einen sehr guten Eindruck. Damit liegt er nur vor dem Staatssekretär im Finanzministerium und Ex-SPÖ-Budgetsprecher Christoph Matznetter, der es auf 4 Prozent bringt. Das ergibt eine aktuelle Umfrage des MARKET-Instituts bei Unternehmern (n=501), die Ende Jänner im Auftrag des Wirtschaftsbundes stattfand. ****

Welche Partei in den Wochen nach der Regierungsbildung die bessere Figur macht, steht für die Wirtschaft fest. 6 Prozent sagen die SPÖ, hätte die bessere Figur gemacht, 64 Prozent sagen das über die ÖVP (Grüne: 1 Prozent, Rest gibt keine Angabe).

Und wer - ÖVP oder SPÖ - hat sich in den Augen der Wirtschaft bei den Regierungsverhandlungen gut für die Interessen der Unternehmen eingesetzt?

8 Prozent können dazu nichts sagen, 17 Prozent gestehen ÖVP und SPÖ gleiches Bemühen zu, aber nur 4 Prozent meinen, dass sich die SPÖ für die Wirtschaft einsetzte. Gleich 71 Prozent gestehen dies hingegen der ÖVP zu. Diese Meinung zieht sich übrigens durch alle Unternehmensgrößen. Bei Familienbetrieben und Betrieben mit bis 5 Mitarbeitern (SPÖ: 4%; ÖVP: 69%) und bei Betrieben, die 6 und mehr Mitarbeiter haben (SPÖ: 3%, ÖVP: 78%).

Auch die prinzipiell hohe Reputation einer Großen Koalitionsregierung bei den Wirtschaftstreibenden hat offensichtlich unter der Performance der SPÖ - insbesondere ihres Parteivorsitzenden Gusenbauer - gelitten.

Auf eine entsprechende Frage von MARKET, sagen nämlich gleich 37 Prozent, dass die Glaubwürdigkeit der Regierung durch die SPÖ beschädigt worden sei, 27 Prozent sagen die Glaubwürdigkeit hätte "eher" gelitten. 32 Prozent sagen, die Glaubwürdigkeit der Koalition sei nicht beschädigt.

Und was erwartet sich die Wirtschaft von der Großen Koalition?

Keine großen Überraschungen aber deutliche Aufforderungen:

Ganz vorne steht die Senkung der Lohnnebenkosten. Gleich 93 Prozent würden sie für sinnvoll erachten. Auch einer "Lohnnebenkosten-Befreiung für Ein-Personen-Unternehmen, wenn sie den ersten Mitarbeiter aufnehmen" steht man höchst positiv gegenüber: 84 Prozent sind dafür. Im Ranking folgen die "Einführung einer freiwilligen Arbeitslosenversicherung für Selbstständige" (81%) und die "Einführung der wechselseitigen Kündigungsmöglichkeit in der Lehrlingsausbildung" (78%).

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