• 02.02.2007, 13:51:21
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MARKET-Umfrage: Wirtschaft stellt SPÖ & Gusenbauer bescheidenes Zeugnis aus

Österreichweite Befragung Ende Jänner 07

Wien (OTS) - Nur 5 Prozent der Wirtschaftstreibenden haben vom
SPÖ-Vorsitzenden und Bundeskanzler Alfred Gusenbauer derzeit einen
sehr guten Eindruck. Damit liegt er nur vor dem Staatssekretär im
Finanzministerium und Ex-SPÖ-Budgetsprecher Christoph Matznetter, der
es auf 4 Prozent bringt. Das ergibt eine aktuelle Umfrage des
MARKET-Instituts bei Unternehmern (n=501), die Ende Jänner im Auftrag
des Wirtschaftsbundes stattfand. ****

Welche Partei in den Wochen nach der Regierungsbildung die bessere
Figur macht, steht für die Wirtschaft fest. 6 Prozent sagen die SPÖ,
hätte die bessere Figur gemacht, 64 Prozent sagen das über die ÖVP
(Grüne: 1 Prozent, Rest gibt keine Angabe).

Und wer - ÖVP oder SPÖ - hat sich in den Augen der Wirtschaft bei den
Regierungsverhandlungen gut für die Interessen der Unternehmen
eingesetzt?

8 Prozent können dazu nichts sagen, 17 Prozent gestehen ÖVP und SPÖ
gleiches Bemühen zu, aber nur 4 Prozent meinen, dass sich die SPÖ für
die Wirtschaft einsetzte. Gleich 71 Prozent gestehen dies hingegen
der ÖVP zu. Diese Meinung zieht sich übrigens durch alle
Unternehmensgrößen. Bei Familienbetrieben und Betrieben mit bis 5
Mitarbeitern (SPÖ: 4%; ÖVP: 69%) und bei Betrieben, die 6 und mehr
Mitarbeiter haben (SPÖ: 3%, ÖVP: 78%).

Auch die prinzipiell hohe Reputation einer Großen Koalitionsregierung
bei den Wirtschaftstreibenden hat offensichtlich unter der
Performance der SPÖ - insbesondere ihres Parteivorsitzenden
Gusenbauer - gelitten.

Auf eine entsprechende Frage von MARKET, sagen nämlich gleich 37
Prozent, dass die Glaubwürdigkeit der Regierung durch die SPÖ
beschädigt worden sei, 27 Prozent sagen die Glaubwürdigkeit hätte
"eher" gelitten. 32 Prozent sagen, die Glaubwürdigkeit der Koalition
sei nicht beschädigt.

Und was erwartet sich die Wirtschaft von der Großen Koalition?

Keine großen Überraschungen aber deutliche Aufforderungen:

Ganz vorne steht die Senkung der Lohnnebenkosten. Gleich 93 Prozent
würden sie für sinnvoll erachten. Auch einer
"Lohnnebenkosten-Befreiung für Ein-Personen-Unternehmen, wenn sie den
ersten Mitarbeiter aufnehmen" steht man höchst positiv gegenüber: 84
Prozent sind dafür. Im Ranking folgen die "Einführung einer
freiwilligen Arbeitslosenversicherung für Selbstständige" (81%) und
die "Einführung der wechselseitigen Kündigungsmöglichkeit in der
Lehrlingsausbildung" (78%).

(Schluss)

Rückfragehinweis:
Österreichischer Wirtschaftsbund
Bundesleitung/Presse
Tel.: (++43-1) 505 47 96 - 30
mailto:[email protected]
http://www.wirtschaftsbund.at

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