- 29.01.2007, 10:53:57
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Niederwieser: Neueste Daten der Statistik Austria beweisen Bildungsabbau unter Schwarzorange
Niederwieser: Es war höchste Zeit für einen Kurswechsel
Wien (SK) - Die Statistik Austria ist vor wenigen Tagen mit den
aktuellsten Zahlen zu den öffentlichen Bildungsausgaben online
gegangen. Fazit: zwischen 2003 und 2004 sind die öffentlichen
Bildungsausgaben gerechnet als Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP)
von 5,6 Prozent auf 5,5 Prozent zurück gegangen. Für
SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser ist das aber "leider noch
nicht das Ende der desaströsen Bildungsbilanz der konservativen
Regierungsallianz aus Schwarz und Orange". Er weist darauf hin, dass
die exakten Zahlen für 2005 und 2006 ja erst in einem Jahr bzw. zwei
Jahren vorliegen werden, und "ich befürchte, dass der Anteil da
stagniert oder gar noch einmal zurück geht!", so Niederwieser am
Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****
Niederwieser tritt Beschwichtigungen entgegen, dass ein Zehntel
Prozentpunkt ja nicht viel seien: "1995, als die SPÖ das
Bildungsministerium abgegeben hat, lag der BIP-Anteil bei 6 Prozent,
und Österreich war damit im Spitzenfeld aller Industriestaaten. Die
Bedeutung der Bildung war nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern sie
wurde in Zahlen gegossen. Später wurden die Regierungsplakate immer
größer und die realen Ausgaben immer geringer; einzig die
Werbeausgaben sind explodiert. Auf eine Explosion an finanzieller
Zuwendung für die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen haben wir
vergebens gehofft!", so Niederwieser.
Während in Österreich der Anteil der Ausgaben für die Bildung
stetig zurück ging, ist er in den anderen Industrienationen stetig
gestiegen. Hier einige Länder im Vergleich (die Vergleichszahlen
liegen nur für 1995, 2000 und 2003 und noch nicht für 2004 vor):
Ausgaben für Bildung als Prozentsatz am BIP - alle Bildungsbereiche -
ausgewählte Länder:
Großbritannien: 2003: 6,1 Prozent 1995: 5,5 Prozent Dänemark: 2003: 7 Prozent 1995: 6,2 Prozent Finnland: 2003: 6,1 Prozent 1995: 6,3 Prozent Deutschland: 2003: 5,3 Prozent 1995: 5,4 Prozent Portugal: 2003: 5,9 Prozent 1995: 5,3 Prozent Schweden: 2003: 6,7 Prozent 1995: 6,2 Prozent Ungarn: 2003: 6,1 Prozent 1995: 5,4 Prozent Österreich: 2003: 5,6 Prozent 1995: 6,1 Prozent
Der Objektivität halber ist auch festzustellen, dass der Rückgang
alle Gebietskörperschaften betrifft und zwar in gleichem Maße den
Bund und die Bundesländer (jeweils ca. 0,2 bis 0,3 Prozent) und
ebenfalls die Gemeinden und Gemeindeverbände.
"Es hätte für Österreich auch einen enormen wirtschaftlichen
Schaden bedeutet, wenn dieser restriktive Kurs fortgesetzt worden
wäre. In der neuen Konstellation unter einer SPÖ-Führung sind noch
nicht automatisch alle Probleme gelöst und es dauert Jahre, bis wir
wieder unter den TOP-Ländern in Europa sein werden - aber der falsche
Weg hat ein Ende", so Niederwieser abschließend. (Schluss) ah
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ Tel.: 01/53427-275 Impressum: Medieninhaber Sozialdemokratische Partei Österreichs, Bundesorganisation, 1014 Wien, Löwelstraße 18. Offenlegung: http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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