Niederwieser: Neueste Daten der Statistik Austria beweisen Bildungsabbau unter Schwarzorange

Niederwieser: Es war höchste Zeit für einen Kurswechsel

Wien (SK) - Die Statistik Austria ist gestern mit den aktuellsten Zahlen zu den öffentlichen Bildungsausgaben online gegangen. Fazit:
zwischen 2003 und 2004 sind die öffentlichen Bildungsausgaben gerechnet als Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 5,6 Prozent auf 5,5 Prozent zurück gegangen. Für SPÖ Bildungssprecher Erwin Niederwieser ist das aber "leider noch nicht das Ende der desaströsen Bildungsbilanz der konservativen Regierungsallianz aus Schwarz und Orange". Er weist darauf hin, dass die exakten Zahlen für 2005 und 2006 ja erst in einem bzw. zwei Jahren vorliegen werden, und "ich befürchte, dass der Anteil da stagniert oder gar noch einmal zurück geht!", sagte er am Sonntag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Niederwieser tritt Beschwichtigungen entgegen, dass ein Zehntel Prozentpunkt ja nicht viel seien: "1995, als die SPÖ das Bildungsministerium abgegeben hat, lag der BIP-Anteil bei 6 Prozent, und Österreich war damit im Spitzenfeld aller Industriestaaten. Die Bedeutung der Bildung war nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern sie wurde in Zahlen gegossen. Später wurden die Regierungsplakate immer größer und die realen Ausgaben immer geringer; einzig die Werbeausgaben sind explodiert. Auf eine Explosion an finanzieller Zuwendung für die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen haben wir vergebens gehofft!", so Niederwieser.

Während in Österreich der Anteil der Ausgaben für die Bildung stetig zurück ging, ist er in den anderen Industrienationen stetig gestiegen. Hier einige Länder im Vergleich (die Vergleichszahlen liegen nur für 1995, 2000 und 2003 und noch nicht für 2004 vor):

Ausgaben für Bildung als Prozentsatz am BIP - alle Bildungsbereiche -ausgewählte Länder:

Großbritannien:2003: 6,1 Prozent 1995: 5,5 Prozent
Dänemark: 2003: 7 Prozent 1995:6,2 Prozent
Finnland: 2003: 6,1 Prozent 1995: 6,3 Prozent
Deutschland: 2003: 5,3 Prozent 1995: 5,4 Prozent
Portugal: 2003: 5,9 Prozent 1995: 5,3 Prozent
Schweden: 2003: 6,7 Prozent 1995: 6,2 Prozent
Ungarn: 2003: 6,1 Prozent 1995: 5,4 Prozent
Österreich: 2003: 5,6 Prozent 1995: 6,1 Prozent

Der Objektivität halber ist auch festzustellen, dass der Rückgang alle Gebietskörperschaften betrifft und zwar in gleichem Maße den Bund und die Bundesländer (jeweils ca. 0,2 bis 0,3 Prozent) und ebenfalls die Gemeinden und Gemeindeverbände.

"Es hätte für Österreich auch einen enormen wirtschaftlichen Schaden bedeutet, wenn dieser restriktive Kurs fortgesetzt worden wäre. In der neuen Konstellation unter einer SPÖ-Führung sind noch nicht automatisch alle Probleme gelöst und es dauert Jahre, bis wir wieder unter den TOP Ländern in Europa sein werden - aber der falsche Weg hat ein Ende", so Niederwieser abschließend. (Schluss) ah

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