• 23.01.2007, 10:36:07
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ARBÖ: Bereinigung der Schadstoffbilanz von "Tanktourismus" ist überfällig

ARBÖ begrüßt Initiative des Umweltministers

Wien (OTS) - Schon vor drei Jahren hat der ARBÖ gefordert, bei der
Erstellung der Schadstoffbilanz den sogenannten "Tanktourismus"
abzuziehen, der Österreichs Luft künstlich schlechter macht, als sie
in Wirklichkeit ist. "Der ARBÖ unterstützt daher Umweltminister
Pröll, der eine Korrektur der Co2-Bilanz angekündigt hat. Nur wer von
einer korrekten Basis ausgeht, kann richtige Maßnahmen setzen",
argumentiert ARBÖ-Geschäftsführer Leo Musil.

Zum Verständnis: Die Kohlendioxidbelastung (Co2) durch den Verkehr
wird nie genau gemessen, sondern immer nur hochgerechnet. Grundlage
dafür ist laut dem Kyoto-Protokoll die in einem Staat verkaufte
Treibstoffmenge. Obwohl in Österreich 30 Prozent der verkauften
Benzin- und Dieselmengen nicht im Inland verfahren werden, sondern im
Ausland, wird die entsprechende Co2-Belastung dem inländischen
Verkehr zugeordnet. Ohne diesen Tanktourismus ist die Co2-Belastung
durch den Verkehr gleich um acht Millionen Tonnen geringer. Sie macht
nicht 24 Millionen Tonnen aus, sondern nur 16 Millionen Tonnen. "Das
Erfreuliche daran: Unsere Umwelt ist in Wirklichkeit sauberer als auf
dem Papier", so Musil.

Der Begriff "Tanktourismus" ist eigentlich irreführend, denn er
umfasst auch inländische Fahrzeuge, die kurz vor der Grenze in
Österreich noch auftanken, bevor sie ins Ausland fahren. Mit einem
Fassungsvermögen von bis zu 1.200 Liter sind es vor allem die LKW
(inländische wie ausländische), die den Tanktourismus in Schwung
bringen. Der seit 1999 ständig gestiegene "Tanktourismus" erklärt
auch, warum die Co2-Emissionen aus dem Verkehr in den letzten Jahren
ständig gewachsen ist, obwohl Österreichs Autofahrer allein in den
letzten drei Jahren ständig Maßnahmen zur Umweltverbesserung gesetzt
und auch bezahlt haben. So wurde 2004 die komplette Entschwefelung
der Treibstoffe vorgezogen und mit einer höheren Mineralölsteuer
bezahlt. Käufer von Diesel-PKW ohne Partikelfilter werden seit Juli
2005 mit einem Malus auf die Normverbrauchsabgabe bestraft und seit
Oktober wurde - wieder vorzeitig - der mit Raps vermischte
"Biodiesel" eingeführt, was Diesel um zirka zwei Cent pro Liter
verteuerte. Im heurigen Herbst folgt die vorzeitige Einführung des
sogenannten Bio-Benzins.

Rückfragehinweis:
ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Lydia Ninz
Tel.: (++43-1) 89121-280
mailto:[email protected]
http://www.arboe.at

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