- 19.01.2007, 12:49:02
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Offener Brief der Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs an den Verkehrsminister betreffend Diskriminierung bei Schülertransporten
Jedem Kind ein eigener Sitzplatz
Wien (OTS) - In einem Offenen Brief an den Bundesminister für
Verkehr, Innovation und Technologie, Werner Faymann, zeigen die
Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs die derzeitige
Problematik betreffend der maßlosen Überfüllung der Schulbusse auf
und regen eine Änderung der gesetzlichen Regelung an.
Nach dem Kraftfahrgesetz sind derzeit bei der Berechnung der Anzahl
der Personen, die mit einem Omnibus im Kraftfahrlinienverkehr oder im
täglichen Gelegenheitsverkehr von und zu einer Schule oder einem
Kindergarten befördert werden, 3 Kinder unter 14 Jahren als 2
Personen und Kinder unter 6 Jahren nicht zu zählen. Diese gesetzliche
Diskriminierung verletzt die Kinderrechte massiv.
Dadurch kommt es aus wirtschaftlichen Überlegungen zu einer
Überfüllung der Schulbusse. Abgesehen von der täglich erlebten
psychischen Stresssituation ist dadurch die Sicherheit der Kinder
erheblich gefährdet. Auf Grund der räumlich beengten Situation steht
nicht jedem Kind ein eigener Sitzplatz zur Verfügung; folglich ist
den Schülerinnen und Schülern ein Angurten, welches ein wesentliches
Sicherheitserfordernis darstellt, nicht möglich. Nachweisbare Studien
belegen ein siebenfach höheres Verletzungsrisiko für Kinder, wenn sie
nicht entsprechend abgesichert sind.
Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs fordern daher eine
gesetzliche Neuregelung, wonach jedem Kind ein eigener Sitzplatz zur
Verfügung stehen muss.
Rückfragehinweis:
Mag.a Christine Winkler-Kirchberger
Kinder- und Jugendanwältin OÖ.
Tel. 0732/7720
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